TV-Wirkungstag: Die Macht der Kreation
Ein Schwerpunkt beim TV-Wirkungstag war die Kreation von Spots und Programm-Ideen. Im W&V-Web-Interview geben Branchenexperten Einschätzungen und Tipps.
Auch die Kreation war ein Schwerpunkt-Thema beim TV-Wirkungstag, denn "nicht nur zählen, messen, wiegen" sei "allein seligmachend, um Effizienz und Effektivität zu erreichen", sondern letztlich zähle die Idee der Marke und der Kreation, betont Klaus Peter Schulz, Vorstand Sales & Marketing der ProSieben Sat.1 Media AG.
;Vor allen bei den kreativen Ideen für TV-Spots sieht Ralf Langvost, Gründer & Mastertrainer IdeaManagement, Verbesserungsbedarf. "Davon gibt es nicht allzu viele." Eine gute Idee müsse "richtig sein in dem, was sie sagt und ungewöhnlich in dem, wie sie es sagt".
Über eine ungewöhnliche TV-Idee aus den USA referierte Prof. Rene Weber von der University of California. So wurden im Vorfeld des erfolgreichen TV-Dramas "Days of our lifes" Zuschauer befragt, deren Anregungen in die Drehbücher einfließen. Das Drama wird von der Werbung finanziert.
;Im deutschen Fernsehen werden dagegen Coaching-Formate wie "Super-Nanny" weiter Hochkonjunktur haben. Stephan Grünwald, Geschäftsführer und Gründer von Rheingold erklärt, warum sich die Deutschen so gerne coachen lassen. "Viele Menschen entfremden sich von ihrem eigenen Alltag. Sie brauchen die Coaching-Formate, um so eine Art Lebensschule oder Alltags-Alphabetisierung erfahren zu können." Die Defizite des Alltags kompensiere mehr und mehr das Fernsehen, das dabei die Rolle eines "Realitätskompasses" einnehmen könne.