WAZ-Gesellschafterin Anneliese Brost ist tot
Anneliese Brost ist im Alter von 90 Jahren überraschend gestorben. Die Kontinuität in der Führung des 50-prozentigen Anteils der Brost-Familie an der WAZ-Mediengruppe sei jedoch gesichert, teilt der Essener Konzern mit.
Anneliese Brost ist in der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag überraschend gestorben. Noch am Samstag hatte sich die WAZ-Gesellschafterin in einem ausführlichen Interview in der "Westdeutschen Allgemeinen Zeitung" anlässlich ihres 90. Geburtstags zur Zukunft der Medienbranche geäußert. Wie die WAZ-Mediengruppe mitteilt, hatte die Ehefrau des WAZ-Gründers Erich Brost bis zuletzt "regen Anteil an ihrer Arbeit genommen und sich immer wieder für die Interessen der Journalisten eingesetzt".
Die Brost-Familie hält 50 Prozent am Essener WAZ-Konzern. Laut Bodo Hombach ist die Kontinuität in der Führung des Anteils durch das Testament des 1995 gestorbenen Erich Brost seit mehr als 20 Jahren gesichert. Der Brost-Anteil der WAZ-Gruppe verteilte sich zu 60 Prozent auf Anneliese Brost und zu 40 Prozent auf Erich Brosts drei Enkel. Testamentsvollstrecker für letzteren Anteil, der nach dem Tod des langjährigen WAZ-Geschäftsführers Erich Schumann vor dreieinhalb Jahren auf die Brost-Enkel überging, ist seitdem Peter Heinemann.
Für die Enkel übernehme Heimann als Gesellschaftervertreter nun auch die Verwaltung des Erbanteils von Anneliese Brost, so die Mitteilung. Damit seien Kontinuität und Tradition des Brost-Stamms als WAZ-Gesellschafter gesichert. Demnach würden Heinemann und der von der Brost-Seite eingesetzte WAZ-Geschäftsführer Bodo Hombach "ihre gute Zusammenarbeit forsetzen". Die anderen 50 Prozent an der WAZ-Gruppe halten die Töchter des Mitgründers Jakob Funke.