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ZAK bittet 9Live, Sat.1 und DSF zur Kasse

Meistens trifft es doch die Gleichen. Nachdem die ZAK beanstandet hat, dass 9Live, Sat.1 und DSF gegen den Rundfunkstaatsvertrag verstoßen haben, müssen die Sender nun in die Tasche greifen.

Text: Katharina-Viktoria Drexler

16. März 2010

9Live, Sat.1 und DSF müssen mal wieder zahlen. Der Grund: Die Aufsichtskommission ZAK beanstandet, dass einige Beiträge der Sender gegen den Rundfunkstaatsvertrag verstoßen.

Konkret geht es um zwei Sendungen der Sat.1-Reihe „Schweinerei der Woche“, die im vergangenen Jahr unter anderem im Frühstücksfernsehen des Senders ausgestrahlt wurden. Dabei sei gegen die gesetzliche Pflicht zur Überprüfung der Wahrheit verstoßen worden. Demnach seien Sachverhalte verfälscht worden wodurch sich ein verzerrendes Bild der Wirklichkeit ergeben habe.

Zudem hat die ZAK wegen Verstößen gegen die Gewinnspielsatzung in zwei Sendungen erneut Bußgelder gegen 9Live verhängt. Insgesamt 20.000 Euro muss der Sender der ProSibenSat.1-Familie berappen. Die Direktoren ahnden damit unter anderem den verbotenen Aufbau von Zeitdruck und die Irreführung über Auswahlverfahren und Einwahlchance. Beanstandet wurde bei 9Live auch die Ausstrahlung einer Sendung, die von einem Wettveranstalter gesponsert und dessen Logo und Schriftzug immer wieder eingeblendet wurde. Der Vorwurf: Schleichwerbung und Programmbeeinflussung durch den Sponsor.

Und nochmal Sat.1: Die ZAK will die vier Bußgeldbescheide wegen Verstößen gegen die Gewinnspielsatzung vom November nicht zurücknehmen. Sat.1 hatte Einspruch erhoben. Die Kommission hatte Verstöße in verschiedenen Gewinnspielsendungen „Quiznight“ gegen Vorgaben der Gewinnspielsatzung geahndet.

In Zeiten der Werbeflaute kaum zu glauben, aber dem DSF flattert eine Beanstandung ins Haus wegen Überschreitung der zulässigen Werbezeiten. Der Sender hatte an mehreren Tagen im November in der Zeit zwischen 5.00 und 6.00 Uhr morgens den zulässigen Anteil an Sendezeit für Werbespots und Teleshopping-Spots überschritten und damit gegen den Rundfunkstaatsvertrag
und die Werberichtlinien der Landesmedienanstalten verstoßen.


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Autor: Katharina-Viktoria Drexler

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