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Arte-Präsident Langenstein ist zuständig für 3sat und den ZDFtheaterkanal.
Arte-Präsident Langenstein ist zuständig für 3sat und den ZDFtheaterkanal.

ZDF: Umbau der Kulturkanäle

veröffentlicht am 03.05.2010 um 11:17 Uhr · Medien · Artikel

Beim ZDF laufen die Vorbereitungen für den Umbau der Kulturkanäle auf Hochtouren. Geplant ist, so schreibt der W&V-Schwesterntitel "Kontakter", dass 3sat und der digitale ZDFtheaterkanal ihre Redaktionen zusammenlegen. Damit einher gehen Budget-Umschichtungen. Gottfried Langenstein, Vorsitzender der 3sat-Geschäftsführung, hat Ende 2009 die Losung ausgegeben: Die 3sat-Programmgelder werden um den Anteil abgesenkt, um den der ZDFtheaterkanal aufgestockt wird.

Das Mehr beim Theaterkanal ist nötig, weil das ZDF nach ZDFneo einen weiteren Digitalsender umbauen und verjüngen möchte. Zum Jahresende soll es so weit sein: Laut Sendersprecher Walter Kehr soll daraus ein „Kultur-experimenteller“ Kanal werden mit einem modernen und weit gefassten Kulturbegriff. Etwa mit Musicals, Berichten über Ausstellungen oder kulturpolitischen Diskussionen soll der bisher auf Theater fokussierte Sender aufgefrischt werden.

Bereits jetzt arbeiten Theaterkanal, ZDF, 3sat und auch Arte bei Eigen- und Auftragsproduktionen rund ums Theater zusammen. Dem ZDF zufolge soll das Miteinander noch vertieft werden. Kostengünstigere digitale Produktionsformen sind darüber hinaus geplant.

Das ZDF wird die Mittel für 3sat in der laufenden Gebührenperiode reduzieren, das digitale ZDFneo bekommt dagegen mehr. Dem Kulturkanal 3sat stehen bis 2012 somit knapp 75 Millionen Euro zur Verfügung. Geplant waren rund 99 Millionen. Hinzu kommen jährlich 26 Millionen für Produktionsmittel. Das Budget des ZDFtheaterkanals wird indes in der laufenden Gebührenperiode von 18,4 Millionen auf 41,6 Millionen Euro aufgestockt.

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