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Erinnerungen an den Herbst 1989
Wo waren Sie, als die Mauer fiel? Mit meinen damaligen 11 Jahren war ich zuhause und saß mit meinen Eltern und meinen Großeltern vor dem Fernseher.
Was haben Sie damals empfunden? Zu meiner Schande müsste ich vielleicht sagen, dass der Auftritt meines damaligen Idols "David Hasselhoff" in einer leuchtenden Lederjacke zu meinem persönlichen Highlight gehört hat. Kurz dachte ich, wie cool es jetzt wäre, wenn K.I.T.T. über die Mauer gesprungen kommt. Das wäre aber sicherlich zu viel des Guten gewesen.
An der Reaktion meiner Eltern und Großeltern habe ich aber schon gemerkt dass diese Situation doch etwas größer war als The Hoff auf der Drehleiter. An dem Abend habe ich viele glückliche Menschen gesehen, vielleicht sollte man daran öfter denken.
Was hat die Wende für Sie persönlich und beruflich bedeutet und verändert? Da ich noch relativ jung war und mit der Berufswelt nicht wirklich viel zu tun hatte, war der Übergang für mich kaum spürbar. Aber auch heute nehme ich den Osten als ganz normalen Teil Deutschlands wahr. Ich habe sehr lange den Kunden Spreewaldhof betreut und durfte so einen sehr schönen Teil des Ostens kennenlernen. Einzig mit dem Dialekt kann ich mich nicht anfreunden, was aber meiner rheinischen Natur geschuldet ist.










