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20 Jahre Mauerfall: Erinnerungen an den Herbst 1989

Bild 1 von 7

Wo waren Sie, als die Mauer fiel? In meiner gefühlten Heimat in Bochum, heulend vor dem Fernseher.

Was haben Sie damals empfunden? Die Bundeswehr mit einem existierenden eisernen Vorhang, auch bezogen auch auf die Grenze zwischen der Bundesrepublik Deutschland und der DDR, war für mich nicht lange her. Die endlosen Diskussionen mit meinem Vater über die Öffnung der Grenzen gen Osten haben mich auch ein wenig angestrengt, da meine Emotionen bzgl. einer Öffnung der Grenzen nicht ganz so ausgeprägt waren, wie die meines Vaters.

Sven Holsten 1989.

Dies alles änderte sich mit dem 9. November 1989. Die Bilder, die Emotionen, die Freude, meine kleine Skepsis war wie weggeblasen. Ich war sehr glücklich, wenn auch nur am Fernseher, diesen großen Moment miterlebt haben zu dürfen.

Was hat die Wende für Sie persönlich und beruflich bedeutet und verändert? Gleich nach der Öffnung der Grenze bin ich mit einem Freund in den Osten gefahren und habe eine kleine Tour durch Leipzig, Weimar, Dessau, etc gemacht. An die Schlaglöcher in den Autobahnen und die Risse in wunderschöner Bausubstanz kann ich mich noch sehr gut erinnern. Das war ähnlich wie bei meiner Klassenfahrt in der 10. Klasse nach West-Berlin. Da habe ich bei einem Tagesausflug nach Ost-Berlin ebenfalls das Gefühl gehabt, dass die auffälligere, größere Architektur mehr im Osten stattgefunden hat. Allerdings durften wir in Ost-Berlin auch nur die Prachtstraßen besuchen.
Persönlich und beruflich änderte sich für mich erst einmal mangels einer unmittelbaren Betroffenheit gar nichts, die Wiedervereinigung war für mich eher ein großes Abenteuer.

 
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