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Adidas schichtet Milliarden Werbeeuro in Online um
Adidas schichtet seinen Marketingetat ins Internet um. Dabei scheint es dem Herzogenauracher Sportartikelhersteller vor allem um die jugendliche Zielgruppe im Alter von 14 bis 19 Jahren zu gehen. "Das Gros unserer Kommunikation läuft über digitale Kanäle. Die klassischen Medien hingegen sind lange nicht mehr so wichtig wie früher", sagte Adidas-Vorstand Erich Stamminger im Gespräch mit dem "Handelsblatt".
Pro Jahr investiert Adidas rund 13 Prozent seines Umsatzes ins Marketing; für das laufende Jahr bedeutet das bei einem prognostizierten Jahresumsatz von gut elf Milliarden Euro eine Summe von etwa 1,5 Milliarden Euro. Bis 2015 will 17 Milliarden Euro pro Jahr umsetzen, hatte Konzernchef Hainer vor wenigen Wochen angekündigt.
Weg von TV und Print, hin zu Onlineclips und Onlinespielen, vor allem bei sozialen Medien, scheint die Devise des zweitgrößten Sportartikelherstellers der Welt zu lauten. Ähnlich wie die Konkurrenten Puma und Nike will Adidas dabei die vom Unternehmen gesponserten Sportler in den Mittelpunkt seiner Kampagnen rücken. Adidas ist mit seiner Onlineoffensive im Markt der Sportartikelhersteller nicht allein. So kündigte jüngst auch Puma an, den Online-Etat deutlich nach oben schrauben zu wollen. Nike wiederum hat diesen Schritt schon vor einiger Zeit vollzogen.
Mit Neo, einer neuen Produktlinie, will Adidas Jugendliche ab 12 Jahren erreichen. Schwellenländer wie Brasilien, Russland, Indien und China, die einen höheren Anteil an Teenager besitzen als die großen Industriestaaten, speisen die Wachstumshoffnungen die Sportartikelkonzerne.
Auf Facebook, das neben Youtube zu einer der großen Werbeplattformen von Adidas werden soll, haben sich die Sportartikelkonzerne bereits eine große Gefolgschaft aufgebaut: Adidas und Nike liegen mit rund neun Millionen Anhänger gleichauf, Puma hat derzeit rund drei Millionen Fans. Auch nationale soziale Netzwerke wie vkontakte.ru, renren.com oder mixi.jp zählen zu den Werbeträgern von Adidas. Während der Fußball-WM in Südafrika hatte die Firma die neue Strategie bereits getestet: Täglich stellten die Franken damals neue Videos mit den von ihnen gesponserten Top-Kickern ins Netz.
Strasser Redakteur










