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Ulrich Wickert in einem der Spots für die DZ-Bank.
Ulrich Wickert in einem der Spots für die DZ-Bank.

Anleger fordern: Wickert soll nicht mehr für DZ-Bank werben

veröffentlicht am 23.08.2011 um 15:47 Uhr · Unternehmen · Artikel

"Hiermit fordern wir den ehemaligen Tagesthemen-Moderator und Buchautor Ulrich Wickert auf, seinen Werbevertrag mit der genossenschaftlichen Finanzgruppe zu kündigen", sagt Angelika Jackwerth. Sie ist die Geschäftsführerin der Schutzvereinigung für Anleger (SfA) in Bremen - und die ist wütend. Denn die Finanzgruppe der Volks- und Raiffeisenbanken, zu der auch die DZ-Bank, R+V-Versicherung und Schwäbisch Hall gehören, wirbt mit Wickert und mit Werten: "Was einer nicht schafft, schaffen viele", sagt Wickert in den Spots und Anzeigen.

Eben das empfindet die SfA als Hohn: Rund 1000 Volks- und Raiffeisenbanken hätten in den 90er Jahren ihren Kunden DG-Fonds (DZ-Bank) empfohlen. Heute stünden rund 15.000 Anleger, die mehr als 500 Millionen Euro in die geschlossenen Immobilienfonds investiert haben, vor dem Totalverlust. "Wickert kann doch nicht ernsthaft genossenschaftliche Banken vertreten, die ihre Kunden für dumm verkauft haben", sagt Jackwerth.

Anwälte empfehlen den Anlegern, die oft unerfahren gewesen seien und denen die Bankberater Risiken verschwiegen hätten, noch in diesem Jahr Schadenersatz geltend zu machen. Die Ansprüche verjähren Ende 2011.

Jackwerth und die SfA planen weitere öffentlichkeitswirksame Aktionen, "bis die DZ Bank AG und die Volks- und Raiffeisenbanken gesprächsbereit sind". Sie kritisieren, dass die Banken der Finanzgruppe bislang nicht an einer einvernehmlichen Lösung arbeiten und den Geschädigten nicht entgegenkommen.

Für ein weiteres Unternehmen der Finanzgruppe wirbt Felix Magath: Eniteo.de ist das Derivateportal der DZ-Bank. VOn ihm wünscht sich die SfA nicht, die Partnerschaft zu beenden: "Eniteo hat damit unmittelbar nichts zu tun, deshalb wird die Forderung an Herrn Magath nicht gestellt", sagt Angelika Jackwerth gegenüber W&V Online

Erst im Juni hatte das Testimonial Jürgen Klopp, Trainer des BVB, seinen Werbevertrag mit der Hamburg-Mannheimer beendet, nachdem Konzernmutter Ergo mit der Sexaffäre in die Schlagzeilen geraten war.

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