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Autoindustrie: Der kalte Entzug nach der Abwrackprämie
Kurz vor der Internationalen Automobilausstellung IAA, die am 17. September startet, jubelt Opel über die "höchsten Verkaufszahlen in Deutschland seit dem Jahr 2001". In seiner Mitteilung führt der Autohersteller den Erfolg auf den Insignia und das neue Astra-Modell zurück. Aber vor allem die Abwrackprämie sorgte für den Run auf die Autohäuser.
Jetzt droht Katerstimmung, denn wenn die Fördergelder versiegt sind, wird der Automobilmarkt am Boden liegen. Das prognostiziert bereits seit langem Ferdinand Dudenhöffer. Der Professor für Automobilwirtschaft der Universität Duisburg-Essen hat frühzeitig vor den Auswirkungen des Konjunktur-Treibstoffs gewarnt."Der Privatkundenbereich ist total abgegrasst", resümiert Dudenhöffer. Das öffentliche Geld war für den Markt wie eine Droge, die Schaden anrichtet, aber glücklich macht. "Jetzt kommt der kalte Entzug. Die Kunden bleiben aus, das Kaufinteresse erodiert."
Gerade mal 18 Prozent der Autofahrer wollen sich in den nächsten 18 Monaten einen Neu- oder Gebrauchtwagen zulegen, ermittelte Aral in einer repräsentativen Studie im Mai und Juni dieses Jahres. Doch wie kann man den Wagen wieder flott bekommen, wenn der Konjunktur-Motor abstirbt? Das ist die große Frage, die auf der IAA heiß diskutiert werden wird. Dabei besteht das Problem nicht nur aus der wegbrechenden Nachfrage. Die Marketingabteilungen der Autofirmen kämpfen zudem mit einem verzerrten Wettbewerb, schrumpfenden Etats und einem kaputten Preisgefüge im Markt.
Werben & Verkaufen hat die führenden Autoherstellern nach ihren Konzepten für die Zeit nach der Abwrackprämie gefragt. Einen ausführlichen Hintergrundbericht lesen Sie in der aktuellen Werben & Verkaufen (EVT 03.09.2009)
Schröter Redakteur











