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TNT vermutet einen wettbewerbswidrige Zusammenschluss zwischen der Post und der WAZ-Gruppe.
TNT vermutet einen wettbewerbswidrige Zusammenschluss zwischen der Post und der WAZ-Gruppe.

Briefdienstleister TNT beantragt Verfahren gegen Deutsche Post

veröffentlicht am 18.01.2010 um 11:00 Uhr · Unternehmen · Artikel

Die Briefdienstleistungsfirma TNT geht wegen eines möglichen Verstoßes gegen das Wettberwerbsrecht gegen die Deutsche Post vor. TNT-Juristen hätten eine einstweilige Verfügung beim Landgericht Düsseldorf beantragt sowie die Einleitung eines Kartellverfahrens beim Bundeskartellamt, berichtet der "Spiegel".

Ursache ist demnach das Düsseldorfer Tochterunternehmen First Mail, über das die Deutsche Post ein zweites Briefnetz aufbauen will. Mit den deutlich billigeren First-Mail-Zustellern wolle der Bonner Konzern der Konkurrenz in Nordrhein-Westfalen begegnen. Die TNT-Anwälte monierten einen "verdeckten Zusammenschluss" zwischen der Post und der Essener WAZ-Mediengruppe, denn letztere wolle ihren eigenen Postzustelldienst im Ruhrgebiet einstellen und First Mail die rund 600 Beschäftigten übernehmen.

Die Deutsche Post habe die Vorwürfe als "inhaltlich und rechtlich unbegründet" bezeichnet. Auch die WAZ-Gruppe habe die Anschuldigung zurückgewiesen.

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