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Carlsberg stellt Beo ein
Ein Konkurrent weniger für Bionade: Der Carlsberg-Konzern stellt sein Me-too-Produkt Beo ein. Die Bio-Limonade wurde 2008 als rein biologisches, gesundes Getränk gelauncht. Eine erste Portfolio-Bereinigung bei Carlsberg im März dieses Jahres hatte Beo noch überstanden, obwohl man sich bereits damals ganz auf die Bier-Palette konzentrieren wollte. Nun hat Carlsberg seine Limonade doch zu Grabe getragen. Aus dem Unternehmen heißt es, man wolle sich jetzt ausschließlich auf den Kernmarkt Bier konzentrieren.
Einem Bericht des Getränkefachblattes "Inside" zufolge könnte das jedoch nicht der einzige Grund gewesen sein: Beo habe sich, so das Magazin, schlecht verkauft und sich nicht gegen die Mitbewerber behaupten können. Das Unternehmen sieht das freilich anders: "Beo ist durchaus erfolgreich gewesen, aber wir möchten keine Marketinggelder mehr für ein Produkt ausgeben, das nicht unserer Kernkompetenz entspricht", so Udo Dewies, Leiter Unternehmenskommunikation von Carlsberg Deutschland.
Eine Rolle gespielt haben mag vielleicht auch die Kritik von Verbraucherschützern und Kunden. So hat Beo bei der Wahl zur dreistesten Werbelüge 2010 - ein Preis der Organisation Foodwatch - den vierten Platz erreicht. Die Limonade wurde als Getränk mit Zutaten aus biologischem Anbau beworben, laut Foodwatch war das jedoch nur bei den Inhaltsstoffen Zucker und Malzextrakt der Fall, die rund 6 Prozent der Zutaten ausmachen. Carlsberg relativiert: Das Unternehmen habe sich an die EG-Richtlinien für Bioprodukte gehalten. Es gehe hier um eine rein strategische Entscheidung des Unternehmens.
In der Werbung war Beo nicht sehr präsent: Carlsberg hat sich auf Werbung am PoS sowie Samplingaktionen beschränkt. Für die Entwicklung der Marke war die Hamburger Agentur Visid verantwortlich, die PR-Maßnahmen wurden von Lottmann aus Berlin durchgeführt.
Prochazka Redakteur











