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Fehler vermeiden bei der Namensfindung.
Fehler vermeiden bei der Namensfindung.

Dynamisch, digital, zukunftsträchtig: Die beliebtesten Vorsilben neuer Marken

veröffentlicht am 19.01.2012 um 08:55 Uhr · Unternehmen · Artikel

Nicht Mia und Ben, Emma und Leon: Diese Liste der beliebtesten Namen führen "Pro", "Com" und "Con" an. Die Namensagentur Nambos hat die häufigsten Anfangssilben bei Markenanmeldungen gesammelt. "Pro" ist die mit Abstand beliebteste bei deutschen Marken 2011. Überraschend: Die Vorsilben "Tec", "You", "Ener" und "Bio" belegen in den Top Ten lediglich die Plätze sieben bis zehn.

Bei 2.474 Markenanmeldungen wurde "Pro" (für) vorangestellt. "Die Intention ist klar", sagen die Experten von Nambos, "bedeutet sie doch immer etwas Positives, auch wenn sich aus ihr noch keine Aussage über den bezeichneten Gegenstand ablesen lässt." Auf Platz zwei liegt "Com" (1.857-mal) - symbolhaft für Marken aus den Branchen "Communication" und "Computer" - auf Platz drei folgt "Con" (1.749-mal), das steht in erster Linie für "Consulting". "In Frankreich ist dieses Präfix allerdings eher unglücklich, da es ein ziemlich derbes Schimpfwort darstellt", warnt Nombos: Übersetzt bedeutet "con" auf Französisch Vollidiot und Schlimmeres.

Mit deutlich weniger Anmeldungen folgen Vorsilben, die sich auf konkrete Branchen beziehen: "Med" wird im medizinischen Bereich verwendet (1.124), "On" für online Angebote (1.083) und "Sol" für Solarenergie (1.077). "Mit der Verwendung dieser gängigen Silben soll der Zielgruppe der Zugang zu einer neuen Marke vereinfacht werden", erklärt Markus Lindlar, Geschäftsführer von Nambos. Allerdings leider darunter die Alleinstellung einer Bezeichnung, da der Wortanfang der prägende Bestandteil eines Namens ist. Er präge eine Marke wesentlich im Hinblick auf Kennzeichnungskraft, Sympathie, Merkfähigkeit und Anmutung, heißt es seitens Nambos. Und berge Konfliktpotenzial in Sachen Markenrecht: "Dem Wortanfang wird bei der Bewertung der Verwechslungsgefahr einer Marke mit einer anderen eine enorme Bedeutung zugemessen", sagt Peter Ströll, Rechtsanwalt und Geschäftsführer bei Nambos.

Die Kölner Namensagentur rät daher, bei der Namenseinführung genau abzuwägen, ob auf eine der inflationär verwendeten Silben zurückgegriffen werden soll.

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