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Griechen-Anzeige von Jung von Matt: Sixt war schon mal besser

Griechen-Anzeige von Jung von Matt: Sixt war schon mal besser

veröffentlicht am 30.06.2011 um 12:00 Uhr · Unternehmen · Artikel

In Griechenland fliegen die Fetzen, ein Land versinkt in Hoffnungslosigkeit - und da kommen Sixt respektive die Kreativen von Jung von Matt/Fleet daher und finden es offenbar lustig, in großen Tageszeitungen eine ziemlich alberne Anzeige über die Mega-Schuldenkrise zu schalten.

Die Sixt-Werbung war mal vorbildlich und wegweisend, weil der Autovermieter mit seiner Werbung neue Wege ging - frech und immer mit einem Augenzwinkern. Aber wo bitte bleibt hier das Augenzwinkern? Über die Griechen sind seit dem Ausbruch der Krise schon tausendfach schlechte Witze gemacht worden. Da haben wir wirklich alle brennend darauf gewartet, dass Deutschlands führende Werbeagentur jetzt den naheliegendsten aller Scherze in großer Druckauflage verbreitet.

Mittlerweile sind originelle Ideen bei Sixt rar geworden. Der Autovermieter vermag mit seinen Anzeigen kaum mehr zu überraschen. Mit Angela Merkels Cabrio-Sturmfrisur vor zehn Jahren hat kein Mensch in der Republik gerechnet. Die Copy-Line zu der Anzeige, die im Jahr 2009 auf Ulla Schmidts Dienstwagenaffäre anspielte, hatte WIRKLICH Witz ("Sixt-Sprachkurs für Ihre nächste Spanienreise: Zu Frauen mit teuren Autos sagt man 'Ulla'. Zu Frauen mit günstigen Autos sagt man 'Hola'").

Es ist zudem ein Unterschied, ob man sich über Angela Merkels Frisur und über Ulla Schmidts Dienstwagenaffäre lustig macht oder über Anti-Castor-Demonstranten (wie bei der Sixt-Guerilla-Aktion im November 2010 geschehen) oder nun über die Griechenland-Krise. Übrigens: Für die Geschäfte am Sixt-Standort Griechenland dürfte die heute erschienene Anzeige nicht unbedingt förderlich sein.

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