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Helmut Sendlmeier tritt Zielgruppendebatte los
Helmut Sendlmeier entfacht mit einigen Thesen das Thema "Werberelevante Zielgruppe 14/49" neu. In einem Gastbeitrag in der W&V wendet sich der McCann-Chef gegen den "Irrglauben, wonach der Mensch mit seinem 50. Geburtstag aufhört zu konsumieren, um nicht zu sagen: zu existieren".
Das Argument ist nicht neu, aber Sendlmeier füllt es mit neuem Leben. Teils humorig, teils polemisch arbeitet sich der 63-Jährige durch die Praxis des Werbealltags. Marktforscher, Werber, Marketer - alle guckten nur durch die Alten hindurch, als gäbe es sie nicht. Dabei habe die Zielgruppe Anspruch jenseits von Kukident und Inkontinenz, auch Stil und vor allem Geld! Würden sie den Konsum verweigern, hätte Deutschland eine Krise mehr.
Sendlmeier plädiert für Vernunft. "Zwischen einem 16-jährigen und einem 36-jährigen Konsumenten besteht ein himmelsweiter Unterschied, jeder normal denkende Mensch weiß das. In Familienstand, Einkommen, Bedarf und Lebenseinstellung." Das Marketing müsse darauf reagieren. "Würde man die werberelevante Zielgruppe mit 18 statt mit 14 Jahren beginnen lassen und um nur zehn Jahre hochrechnen, die Relevanz von Werbung würde eine völlig neue Dimension erreichen"
Nicht zu reden vom Programmangebot. Fernsehsender machen ein Programm für die 14- bis 49-Jährigen. Das Ergebnis lasse sich jeden Tag sehen - oder besser nicht. "Es gibt Berge, über die man hinüber muss", zitiert Sendlmeier Ludwig Thoma, "sonst geht der Weg nicht weiter". Das ist ein Anstoß.
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Schröter Redakteur











