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Werbung - wie hier bei portugiesischen Reitturnieren - ist für Bwin hierzulande streng verboten.
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Kehrtwende: DOSB jetzt für private Sportwettenanbieter

veröffentlicht am 24.09.2009 um 11:20 Uhr · Unternehmen · Artikel

Der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) schwenkt um und plädiert nun für die Beteiligung privater Wettanbieter wie etwa Bwin am legalen Glückspiel und an Sportwetten. Wie das "Handelsblatt" in seiner Donnerstagsausgabe berichtet, steht der DOSB dieser Lösung offen gegenüber, solange die privaten Wettanbieter die strengen Auflagen erfüllen. Bisher befürwortete der Sportbund das Monopol der staatlichen Anbieter, zumal diese den Breitensport unterstützen. Der Glücksspiel-Staatsvertrag sieht aber nicht nur ein Verbot privater Anbieter vor, sondern auch das Werbeverbot der staatlichen Stellen wie Oddset. "Der Glücksspielstaatsvertrag gilt bis 2011, schon nächstes Jahr wird er evaluiert. Da wird man sich mit den gewaltigen Umsatzeinbrüchen bei Oddset auseinandersetzen müssen", sagt DOSB-Generaldirektor Michael Vesper gegenüber der "Sport Bild".

Die Einbrüche bei den staatlichen Wettanbietern sind mittlerweile dramatisch und bedrohen nun auch die Einnahmen der Sportverbände. Da auch der Staat nicht mehr für seine legalen Glücksspiele werben darf, ist der "Sport Bild" zufolge der Umsatz von 207 auf 37 Millionen Euro eingebrochen. Damit sinken auch die Zuschüsse für den Breitensport und den DOSB. "Wir haben einen legalen Markt, der spektakulär schrumpft, und einen laut Staatsvertrag illegalen, trotzdem wachsenden Markt, an dessen Erträgen weder der Fiskus noch der gemeinnützige Sport partizipieren", so Vesper.

Der DOSB-Mann Vesper schlägt das französische Modell als Lösung vor. Demzufolge werden streng lizenzierte private Anbieter zugelassen, falls sie Steuern zahlen, Lizenzgebühren an Sportveranstalter überweisen und eine Breitensportabgabe überweisen. Eine ähnliche Selbstverpflichtung hatten private Anbieter hierzulande bereits im Vorfeld der Beratungen zum Glücksspielstaatsvertrag vorgeschlagen.

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