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Konsumklima geht leicht zurück
Erstmals seit September 2008 kaufen die Deutschen etwas weniger. Das zeigt das aktuelle "Konsumkklima" des Nürnberger Marktforschers GfK. Der Gesamtindikator prognostiziert nach revidiert 4,2 im Oktober für den November nur noch einen Wert von 4,0 Punkten.
Sowohl die Einkommenserwartung als auch die Anschaffungsneigung zeigen eher rückläufige Werte - letzteres ist auch eine Folge des Auslaufens der Abwrackprämie. Dafür aber steigt die Konjunkturerwartung in Deutschland - hier zeigen die Meldungen der Wirtschaftsinstitute, dass sich die deutsche Wirtschaft schneller erholt als erwartet, Wirkung. "Die Konsumenten gehen zunehmend davon aus, dass der konjunkturelle Erholungsprozess doch etwas schneller einsetzen wird als noch vor einigen Monaten erhofft," heißt es von der GfK. Der Indikator lege im Oktober um gut 5 Punkte zu und weise nun 8,7 Zähler auf - der siebte Anstieg in Folge.
Das Konsumklima sei im Oktober zwar leicht rückläufig, dennoch bewege sich der Indikator deutlich im positiven Bereich, wenn auch das Niveau im langfristigen Vergleich weiterhin eher bescheiden ausfalle. Trotz des kleinen Rückschlags bleibe der private Konsum 2009 die wesentliche Stütze der deutschen Wirtschaft. Ob er aber auch im kommenden Jahr diese stützende Funktion erfüllen könne, bleibe abzuwarten, heißt es bei der GfK. Konsumforscher Rolf Bürkl rechnet 2010 mit einer realen Stagnation des Konsums nach einem Wachstum von 0,5 Prozent 2009. Ein Anstieg der Arbeitslosigkeit werde auch die Binnenkonjunktur belasten. Die leicht aufgehellten Konjunkturaussichten ließen aber hoffen, dass der ursprünglich befürchtete Beschäftigungseinbruch ausbleibe und die Arbeitslosigkeit weniger stark ansteige als befürchtet.
Janotta Redakteur










