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Kultursponsoring: Siemens steigt aus dem Wagner-Ring
Die Bayreuther Festspiele haben einen wichtigen Sponsor verloren. Der Technikkonzern Siemens zieht sich nach vier Jahren Zusammenarbeit zurück, berichtet "Die Welt". Bisher unterstützte das Unternehmen die Festspiele mit rund einer Million Euro pro Saison. Ab 2012 wolle sich das Unternehmen anderen Projekten zuwenden. Der Schritt sei mit der Festspielleitung im Frühjahr abgesprochen worden.
Seit 2008 hatte Siemens jedes Jahr das Public Viewing auf dem Bayreuther Volksfestplatz und die Live-Streams im Internet finanziert. Damit öffnete Festivalleiterinen Katharina Wagner und Eva Wagner-Pasquier die Opernspiele für neue Zielgruppen und die breite Öffentlichkeit. Ab 2012 ist damit Schluss, wie Siemens am Donnerstag bestätigte. Als Grund für die Entscheidung gibt das Unternehmen an, „neue Akzente setzen und neue Wege gehen“ zu wollen. „Wir glauben, dass die Bereitschaft zur Veränderung der Schlüssel für nachhaltigen Erfolg ist“, heißt es laut "Welt" in der Mitteilung.
Für die Bayreuther Festspiele bedeutet der Rückzug von Siemens eine weitere Negativschlagzeile. Im Jahr der 100. Festspielsaison musste das Opernfest - abgesehen von schlechten Kritiken für die aktuelle Inszenierung - schon einige Tiefschläge verkraften, unter anderem Ermittlungen der Staatsanwaltschaft wegen der Ticketvergabe. Die Festspielsaison 2011 war am 28. August zu Ende gegangen.
Eindrücke von der Festspielnacht 2009:
Schobelt Redakteur










