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Paralympics-Kampagne mit Biss
Mehr Teilnehmer, mehr Besucher und eine Entstigmatisierung hat sich der Behindertensportverband Hamburg zum Ziel gesetzt. Mit der Media-Agentur Pilot und den Werbern von Red Rabbit, beide Hamburg, lanciert der Verein eine Kampagne, die für die Paralympics in Vancouver (2010) und London (2012) wirbt.
Sponsoren der Aktion sind die Techniker Krankenkasse, Lotto Hamburg, die Berufsgenossenschaft und Audi. Sie geben 80.000 Euro pro Jahr. Die Pro-Bono-Kampagne läuft in Print, im Radio und online. Das Vermarktungskonzept hat Pilot, Hamburg, entwickelt. Die Werbemotive machen mit frechen Sprüchen wie "Laufen muss hier nur eins: unser Spiel" Werbung für den Behindertensport. Die Verantwortlichen hätten bewusst darauf verzichtet, auf die Tränendrüse zu drücken, sagt Jochen Matzer, geschäftsführender Gesellschafter bei Red Rabbit. "Sportler mit Handicap wollen kein Mitleid, sondern Respekt." Sie agieren in der Kampagne stolz und schlagfertig.
"So etwas hat es in Deutschland noch nicht gegeben", sagt Hendrik Függe, Geschäftsführer von Pilot. Gerade in Krisenzeiten sei es nicht selbstverständlich, dass Top-Marken sich so sehr engagieren. "In kürzester Zeit haben wir die Trainerfinanzierung für unsere Top-Athleten ermöglicht", sagt Henning Finck, Vorstand Leistungssport beim BRSH. Verschiedene Landes- und der Bundesverband sind auf die Kampagne bereits aufmerksam geworden. Noch werden Sponsoren gesucht.
Breyer Redakteur














