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Politikwerbung: Die Wahl in Mecklenburg-Vorpommern
Noch regiert in Mecklenburg-Vorpommern eine große Koalition aus SPD und CDU, die von Ministerpräsident Erwin Sellering angeführt wird. Entsprechend personalisiert wirbt die SPD auch für ihre Themen: Mit dem Slogan "Gut, wie das Land" lässt die Partei Sellering von Plakaten lächeln, außerdem läuft ein TV-Spot. Zum Budget äußert sich die SPD nicht. Konzipiert hat die Kampagne die neu gegründete Agentur Best Friend von Dietrich Boelter und Benjamin Falch, zwei ehemaligen Mitarbeitern der Campaining-erfahrenen A&B One.
Koalitionspartner CDU (Spitzenkandidat: Lorenz Caffier) dagegen sorgte mit dem Slogan "C wie Zukunft" für Online-Häme. Auf der Web-Seite http://c-wie.de sind mehr als 30.000 Vorschläge zu finden, wofür das "C" noch stehen könnte, aufgesetzt hat sie ein Schüler aus Niedersachsen. Alles nicht so schlimm, heißt es in der Schweriner Parteizentrale, ganz im Gegenteil, man "freue sich über die Wirkung" und halte am Konzept fest. Die Agenturen dürften das freuen: Hagenhoff, Osnabrück und Lieps-Verlag, Neubrandenburg, verantworten die Kreation. 220.000 Euro beträgt das Wahlkampfwerbebudget der Partei.
Die Linke veranschlagt derweil ein Budget von 456.000 Euro und arbeitet wie immer mit der Agentur DIG in Berlin. "...Mit Uns", lautet der Slogan.
Die Liberalen geben in Mecklenburg-Vorpommern wie die CDU 220.000 Euro aus und werben mit der Überschrift "Klare Kante für M-V". Die FDP arbeitet mit dem in Berlin ansässigen Liberalverlag zusammen.
Mehrere Kreative sind für die Grünen im Einsatz, darunter die Agentur Fachwerkler in Schwerin und Texterin Anne Pilgrim. Mit einem Budget von ebenfalls 220.000 Euro werben sie mit dem Slogan "Es ist Zeit. Zweitstimme Grün."
Aktuellen Umfragen zufolge hat die SPD am Sonntag die besten Chancen, erneut stärkste Kraft zu werden.
Strasser Redakteur










