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Schon lange macht Bionade nicht mehr mit spitzigen Ideen von sich reden...
Schon lange macht Bionade nicht mehr mit spitzigen Ideen von sich reden...

Radeberger schluckt die Marke Bionade komplett

veröffentlicht am 01.02.2012 um 08:35 Uhr · Unternehmen · Artikel

Der Produzent der Öko-Brause Bionade gehört künftig vollständig zum Getränkekonzern Radeberger. beziehungsweise zum Lebensmittelkonzern Dr. August Oetker. Das berichtet die "Süddeutsche Zeitung" (Mittwochsausgabe). Die Bionade-Gründerfamilie Kowalsky habe ihre restlichen Anteile an Radeberger verkauft und ziehe sich nun vollständig aus dem Unternehmen zurück, berichtet das Blatt unter Berufung auf Branchenkreise. Die Beschäftigten am Firmensitz im unterfränkischen Ostheim sollen an diesem Mittwoch informiert werden.

Die Familie hat zuletzt noch rund ein Drittel der Anteile an der Firma Bionade besessen. Der Anbieter von Bio-Limonade – recht rasch hat sich das Gebräu zum Kult-Getränk entwickelt - habe seit geraumer Zeit mit Absatzeinbußen zu kämpfen, so die "SZ“. Eine offizielle Bestätigung des Verkaufs durch die Radeberger-Gruppe liegt mittlerweile vor. Über den Kaufpreis sei Stillschweigen vereinbart worden, zudem fehlt noch die Zustimmung der Kartellbehörde. Die Brüder Stephan und Peter Kowalsky teilen mit, dass sie ihre Firma und ihre Mitarbeiter bei Radeberger in soliden Händen wüssten.

Zuletzt hat Bionade-Chef Peter Kowalsky offenbar gemeinsam mit Partnern erwägt, dem Lebensmittelkonzern Oetker dessen Mehrheitsanteile (70 Prozent) an der Öko-Brause-Firma wieder abzukaufen; gemunkelt wurde, dass dafür eine Genossenschaft gegründet werden sollte.

Oetker beziehungsweise Radeberger ist 2009 bei Bionade eingestiegen. Damals hat der Ökolimonaden-Hersteller bereits mit Absatzproblemen zu kämpfen. Während im Rekordjahr 2007 noch 200 Millionen Flaschen verkauft wurden, waren es 2008 nach einer erheblichen Preiserhöhung nur noch 160 Millionen Flaschen. Seit damals kritisieren Branchenexperten die systematische Beschädigung der Kult-Marke.

Die Marke hat sich nicht mehr erholt, der Absturz war schmerzhaft. Seit dem Einstieg der Radeberger-Gruppe, die zum Oetker-Konzern gehört, wurde der Vertrieb deutlich ausgeweitet und in Marketing investiert. Trotzdem wird geschätzt, dass der Absatz 2011 auf nur noch 60 Millionen Flaschen gesunken ist.

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