How-To-Video
Komplexe Dinge ganz einfach erklärt! Jetzt neu! Cross-Channel-Tracking mehr...
 

.

Vom Kreativindex bis zum Werbebarometer: Die wichtigsten Infografiken und Branchen-Rankings auf einen Blick. mehr...

 
Newsletter
  Newsletter  
W&V Mobile
  Mobile  
E-Paper
  E-Paper
 
Facebook
  Facebook  
Twitter
  Twitter  
RSS
  RSS
 
iPad
  iPad        

Newsletter

Sichern Sie sich Ihren Wissensvorsprung und melden Sie sich jetzt für unsere Newsletter an!

.

Der Briefkopf des Schreibens, das W&V Online vorliegt.
Der Briefkopf des Schreibens, das W&V Online vorliegt.

Schlecker rechtfertigt Claim mit niedrigem Bildungsniveau seiner Kundschaft

veröffentlicht am 25.10.2011 um 17:20 Uhr · Unternehmen · Artikel

For You, Vor Ort - Der neue Schlecker-Claim ist an und für sich ja schon peinlich genug. Doch jetzt ist auch noch ein Brief an die Öffentlichkeit gelangt, in dem Schlecker den Slogan mit besonderem Verweis auf das "niedere bis mittlere Bildungsniveau" seiner Kundschaft rechtfertigt.

Der Brief richtet sich an den Verein für Sprachpflege, Herausgeber der Zeitung Deutsche Sprachwelt. Dieser hatte offenbar zahlreiche Unterschriften gesammelt und diese zusammen mit einem Protestbrief an die Zentrale von Schlecker geschickt.

In seinem Antwortschreiben, das W&V Online vorliegt, schreibt der Leiter Unternehmenskommunikation unter Bezugnahme auf den Protestbrief: "Persönlich kann ich das nachvollziehen, denn als Geisteswissenschaftler fühle auch ich mich im privaten Sprachgebrauch der Stiltugend der Latinitas verpflichtet."

Allerdings, so beginnt der Schreiber dann seine Rechtfertigung, richte sich der Claim an die "durchschnittlichen Schlecker-Kunden, die niederen bis mittleren Bildungsniveaus zuzuordnen sind". Schlecker habe "renommierteste Marketing- und Marktforschungsagenturen beauftragt, unter diesen Gesichtspunkten eine optimale Parole für uns zu finden." Durch sein "provokant kalauerndes Denglisch" bleibe der am Ende ausgewählte Claim besonders gut im Gedächtnis und liefere dazu kontroversen Gesprächsstoff. Der Slogan stammt übrigens von der Agentur Grey.

Der Brief des Kommunikationschefs schließt dann mit den Worten: "Wir nehmen Ihren Protest mit Sympathie zur Kenntnis, müssen Ihnen aber gleichzeitig mitteilen, dass wir aus den dargelegten Gründen 'For You, Vor Ort' nicht in Frage stellen und bitten dafür um Ihr geschätztes Verständnis."

Schlecker hat mit einer offiziellen Stellungnahme auf seinem Unternehmens-Blog auf die Veröffentlichung des Briefes und die Diskussion darüber reagiert.

Social Bookmarking
Anzeige