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Sex sells bei Sisley
Sisley startet in diesen Wochen unter dem Motto „let it flow“ ihre neue Werbekampagne für die Herbst- und Winterkollektion 2010. Für die Kampagne konnte das Modeunternehmen wie schon in der Vergangenheit den umstrittenen Fotografen Terry Richardson gewinnen.
Die Werbemaßnahmen umfassen Printanzeigen in einschlägigen Magazinen und Tageszeitungen sowie eine weltweite urbane Plakatkampagne. Im gewohnten, wenn auch weniger expliziten Stil des US-amerikanischen Fotografen inszeniert er die Models in den Plakat- und Printmotiven frivol und provozierend. Fotografiert wurden dafür Szenen aus dem Alltag, in denen jedoch stark sexuelle Symbolik verwendet wird.
Provokant ist allein schon die Verpflichtung von Richardson, der eine eindrucksvolle Fotografenkarriere vorweisen kann und für Magazine wie „Vogue“ und „GQ“ sowie Marken wie Gucci arbeitete. Wie der britische „Guardian“ im März 2010 berichtete, werden Richardson von mehreren seiner Models sexuelle Übergriffe vorgeworfen. Vom Bad-Boy-Image des 45-Jährigen will Sisley nun offenbar wieder profitieren, deren PR- und Werbestrategie seit längerem auf Provokation durch die Verwendung sexueller Motive aufgebaut ist.
Prochazka Redakteur











