How-To-Video
Komplexe Dinge ganz einfach erklärt! Jetzt neu! Cross-Channel-Tracking mehr...
 

.

Vom Kreativindex bis zum Werbebarometer: Die wichtigsten Infografiken und Branchen-Rankings auf einen Blick. mehr...

 
Newsletter
  Newsletter  
W&V Mobile
  Mobile  
E-Paper
  E-Paper
 
Facebook
  Facebook  
Twitter
  Twitter  
RSS
  RSS
 
iPad
  iPad        

Newsletter

Sichern Sie sich Ihren Wissensvorsprung und melden Sie sich jetzt für unsere Newsletter an!

.

Den deutschen Unternehmen geht 2010 das Geld aus, befürchten Experten.
Den deutschen Unternehmen geht 2010 das Geld aus, befürchten Experten.

Studie prognostiziert deutlich mehr Insolvenzen für 2010

veröffentlicht am 11.01.2010 um 13:00 Uhr · Unternehmen · Artikel

Die Zahl der Insolvenzen in Deutschland wird 2010 weiter deutlich steigen, wenn man den Ergebnissen einer neuen Studie des Wirtschaftberatungsunternehmens Roland Berger Glauben schenkt. Hauptgründe sind neben der Rezession die eingeschränkte Verfügbarkeit von Finanzmitteln sowie Überkapazitäten. Besonders betroffen sind demnach erneut die Automobilbranche sowie der Anlagen- und Maschinenbau.

Aber auch für den deutschen Mittelstand steigt das Risiko. Besonders bedrohlich: Durch Finanzierungsprobleme würden zunehmend auch im Kern gesunde Unternehmen in Schwierigkeiten geraten. Zukäufe und Übernahmen (M&A-Transaktionen) sind in der Insolvenz eine bedeutende Sanierungsoption. Solche Transaktionen sind derzeit aber nur mit hohem Eigenkapitalanteil möglich. Strategische Investoren sind im Bieterwettbewerb klar im Vorteil gegenüber Finanzinvestoren. Die wichtigsten Erfolgsfaktoren bei M&A-Transaktionen sind die Reputation des Insolvenzverwalters sowie ein effizienter und transparenter Prozess.

Dies sind die Kernergebnisse der Studie "Insolvenzen in Deutschland 2010 - Trends in der Wirtschaftskrise", für die Roland Berger Finanzinvestoren, Insolvenzverwalter und Workout-Banker zu Insolvenzen befragt haben. Die Mehrheit geht davon aus, dass die Zahl der Insolvenzanmeldungen 2010 mindestens um weitere zehn Prozent steigen wird. Als Hauptgrund geben sie die Rezession (85%) an, vor der Knappheit an Finanzmitteln (71%) und Überkapazitäten (63%).

Die Automobilbranche gilt als am stärksten insolvenzgefährdet vor dem Anlagen- und Maschinenbau sowie der Logistik. Das geringste Insolvenzrisiko sehen die Befragten dagegen bei Finanzdienstleistern und Telekommunikations- sowie Medienunternehmen. Dafür rechnen sie mit einem erhöhten Insolvenzrisiko für den deutschen Mittelstand. Großunternehmen und Konzerne gelten hingegen als relativ sicher.

Wenn es trotzdem zu einer wirtschaftlichen Schieflage kommt, gilt die Sanierung durch einen Insolvenzverwalter im Ernstfall als die wahrscheinlichste Fortführungsoption (95%), vor einer kurzfristigen M&A-Transaktion (66%) und der Eigenverwaltung (53%). Als wesentliche Handlungsoptionen in der Insolvenz gelten für die Experten die Anpassung der operativen Kapazitäten sowie die Befreiung von Altlasten.

Social Bookmarking
Anzeige