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Vodafone-Chef Friedrich Joussen: "Wir werden einen zweistelligen Millionenbetrag zusätzlich investieren“.
Vodafone-Chef Friedrich Joussen: "Wir werden einen zweistelligen Millionenbetrag zusätzlich investieren“.

Vodafone: Millionen-Push im Marketing geplant

veröffentlicht am 28.01.2010 um 09:30 Uhr · Unternehmen · Artikel

Der Mobilfunker Vodafone will in diesem Jahr offenbar deutlich mehr Geld als 2009 für Werbung ausgeben – und das trotz eines strikten weltweiten Sparprogramms mit Personalabbau."Wir werden einen zweistelligen Millionenbetrag zusätzlich investieren“, sagte Friedrich Joussen, Vorsitzender der Geschäftsführung, gegenüber W&V. Außerdem möchte Joussen das Vodafone-Shop-Programm vorantreiben, um den Mobilfunk-Anbieter stärker als Premium-Marke zu profilieren: "Wir brauchen viele Shops, um die Marke in den Innenstädten für die Kunden erfahrbar zu machen.“

Eine solche Markenarchitektur wird nötig, da ab Februar die ehemalige Arcor-Marke Otelo als Discounter die Premium-Brand Vodafone ergänzt. Geplant ist offenbar ein Prepaid-Einheitstarif von neun Cent pro Minute. Der Telekommunikationsanbieter Otelo war einst von Arcor geschluckt worden, Arcor ist inzwischen in Vodafone aufgegangen. Größere Kampagnen für die Discount-Marke schließt Joussen allerdings auf absehbare Zeit aus.

Sparpotenzial sieht der Deutschlandchef bei den Call Centern in Deutschland: Diese seien bei einfachen Services wie Adressänderungen von Kunden "eigentlich finanziell gar nicht mehr darstellbar“. Aus diesem Grund möchte er die Call-Center-Auslagerung ins Ausland weiter vorantreiben. Als Wachstumsmarkt in diesem Jahr schätzt der Mobilfunk-Manager das Geschäft mit Firmenkunden ein, wo Vodafone zuletzt mit Siemens und der Allianz Erfolge verzeichnen konnte. Joussen: "Wir gewinnen Marktanteile.“

Vodafone Deutschland ist mit rund neun Milliarden Euro Umsatz und rund 13.000 Mitarbeitern neben der Deutschen Telekom der führende Anbieter des Landes. 2009 hat die gesamte Telekommunikationsbranche allerdings weniger ins Marketing investiert als im Jahr davor: Vodafone, Telekom & Co kappten ihre Etats um knapp 300 Millionen Euro.

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