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Wahlboykott-Film: Jan Hofer überrascht über die "Naivität" der Zuschauer
Die im Hinblick auf die Bundestagswahlen im September lancierte Kampagne "Nicht wählen" hat bisland eher negatives Echo hervorgerufen. Auf ironische Weise sollte sie zum Gang zur Wahlurne ermutigen. Kampagnen-Testimonial Jan Hofer zeigt sich nun aber überrascht, "wie viele Leute so naiv sind" und glauben, er würde wirklich nicht zur Wahl gehen. Im aktuellen "Focus" sagte der ARD-"Tagesschau"-Chefsprecher: "Gerade die geringe Wahlbeteiligung auch in Deutschland erschreckt mich." Deshalb habe er an der Video-Aktion teilgenommen. Gezeigt wurde bislang nur der Anfang der Onlinebotschaft. Hofer verwies auf den zweiten Teil des Videos, der den Aufruf zum Nichtwählen schließlich aufkläre.
In dem bisher zu sehenden Video kündigen Hofer und andere Prominente wie Regisseur Detlev Buck und Moderatorin Sarah Kuttner an, nicht an der Bundestagswahl teilzunehmen. Dies rief Protest hervor. Empörte TV-Gebührenzahler riefen sogar zum Boykott der Nachrichtensendung auf. Der Spot kopiert den Aufruf diverser Hollywoodstars zur US-Präsidenten-Wahl 2008, der zuerst ebenfalls einen Sturm der Entrüstung auslöste. Wie die deutschen Prominenten auch ihren Werbespot explizit noch zu einem Aufruf zur Wahl umwandeln, wird am Dienstag enthüllt. Ab dann ist auf YouTube der komplette "Nicht-wählen"-Film zu sehen.
Schönherr Redakteur











