Rachsüchtige Drillinge suchen ihren Vater.
Rachsüchtige Drillinge suchen ihren Vater. © Foto:Screenshot Opel Russia

| | von Eduard Podporin

Hoffnungsträger Astra: So wirbt Opel in Russland

Der Automarkt in Russland boomt, 2015 soll er gar die Automobilnation Nummer eins - Deutschland - beim Autoabsatz überholen. Davon profitieren auch die deutschen Automobilhersteller - seit 2011 haben Firmen wie BMW, Mercedes, Opel und VW ihren Export nach Russland im Schnitt um 61 Prozent gesteigert, rund 300.000 Fahrzeuge wurden in den Osten geliefert oder dort direkt produziert. "Russland ist der Wachstumsmarkt in Europa", schwärmt VW-Vorstandschef  Martin Winterkorn im Rahmen der Moskauer Motormesse gegenüber der "Süddeutschen Zeitung". Auch für den angeschlagenen Autohersteller Opel zeichnet sich der Osten als Rettungsanker ab.

Opel will sein Potenzial in Russland stärker nutzen und geht in die Offensive. Vier neue Modelle präsentiert der Autohersteller als Weltpremiere bei der Autoshow in Moskau: "Unsere Marke erzielt in Russland überdurchschnittliche Wachstumsraten. Wir wachsen derzeit doppelt so schnell wie der Markt. Diesen Schwung werden wir für eine Marktoffensive nutzen. Wir sind von Januar bis Juli 2012 schon um 29 Prozent gewachsen. Das ist mehr als doppelt so schnell wie der Markt", erklärt Alfred Rieck, Vorstand Verkauf, Marketing und Aftersales von Opel. Er prognostiziert für Russland in diesem Jahr einen Absatz von mehr als 80.000 Opel-Fahrzeugen. 2011 wurden knapp 70.000 Autos der Marke verkauft

Dabei setzt die Marke vor allem auf den Astra, die mit Abstand erfolgreichste Opel-Modellreihe in Russland. Für den Hoffnungsträger hat Opel Russia in diesem Jahr zum Marktstart aufwändig mit der Aktion "Astra I Love You" geworben. Dahinter verbirgt sich nicht nur ein neues Filmprojekt, sondern auch eine Bildungs-Plattform für angehende Filmemacher. Dabei wurde neun jungen Filmemachern die Gelegenheit geboten, ihre Ideen in Kurzfilmen zu verwirklichen - mit dem Auto Opel Astra als roten Leitfaden. Das Ergebnis ist der erste Film in Russland, der mit Unterstützung einer Auto-Marke entstanden ist.

Die Kurzfilme beschreiben neun Schicksale, mal düster, mal skurril und lustig oder durch eine rosarote Brille erzählt. Die kreativen Ideen reichen von Aliens und maskierten Racheengeln über wilde Reitszenen oder eine Kinder-Odyssee mit Happy End. Ein Beispiel: Ein Autodieb will einen Opel Astra stehlen. Bevor er abhauen kann, setzt sich ein rätselhafter Mann in den Wagen, der ihn offenbar für einen Taxifahrer hält und so vor der Polizei rettet. Am Schluss zeigt sich: Der Beifahrer ist der Besitzer des Autos. Der Schauspieler möchte dem jungen Mann eine zweite Chance geben und lädt ihn ins Theater ein. Oder: Rachsüchtige und maskierte Drillinge suchen nach ihrem Vater, der ihre Mutter kurz vor der Geburt verlassen hat. Dabei steigen sie jedoch in das falsche Taxi. Schön ist auch die Verfolgungsjagd mit Aliens (und einer resoluten Frau am Steuer) oder der kleine Trompeter, der erst von einer Hochzeitsgesellschaft und dann einer Motorradbraut "verschleppt" wird. Slapstick-Qualitäten bietet der wilde Ritt auf einem Pferd hinter einem Abschleppwagen her, weil im angehängten Astra noch die Angebetete schläft.    

Hier gibt es den Trailer zu der Kampagne plus - direkt im Anschluss zum Weiterklicken - alle neun Kurzfilme (zwar in russischer Sprache, aber trotzdem sehenswert):

Hoffnungsträger Astra: So wirbt Opel in Russland

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