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Was für ein Aufriss! Der Ant-Man zeigt, warum klein sein ein Vorteil sein kann.
Was für ein Aufriss! Der Ant-Man zeigt, warum klein sein ein Vorteil sein kann. © Foto: Coca-Cola

Super Bowl 50 | | von Susanne Herrmann

Die besten Spots im Super Bowl 50

Die Denver Broncos haben sich am Ende gegen den Favoriten durchgesetzt: Das Team um Quarterback Payton Manning gewann 24:10 gegen die Carolina Panthers den Super Bowl. Und das Unterhaltungsprogramm in den vielen (Werbe-)Pausen konnte sich teilweise ebenfalls sehen lassen. Obwohl hier wie auf dem Feld galt: Die Defensive dominierte das Spiel. Hier sind die besten Spots des Super Bowl - natürlich subjektiv* und mit deutschen Augen gesehen.

Absolut unser Favorit: Willem Dafoe als Marilyn Monroe für Snickers. Der Spot von BBDO setzt den Schauspieler gekonnt ein, dreht die Botschaft "Du bist nicht du, wenn du hungrig bist", gekonnt weiter - und unterhält mit dem Zitat eines Filmklassikers. Auch die Netzgemeinde: 7,2 Millionen Abrufe seit 3. Februar.

Unser Liebling Nummer zwei: Heinz Ketchup. Die "Wiener Stampede", die sich die Agentur David Miami ausgedacht hat, ist schräg, originell und schön albern.

Ant-Man gegen Hulk: Mit der Besetzung geht Coke auf Nummer sicher - aber auf gute Art. Die Koffeinbrause hat sich mit Marvel Comics zusammengetan. Und weil der kleine Ant-Man der gewitztere der beiden Superhelden ist, geht es natürlich um - genau, kleine Dosen. Agentur: Wieden + Kennedy.

Wir sind natürlich stolz auf Audi aus Ingolstadt: Die US-Niederlassung hat gemeinsam mit Venables Bell & Partners, San Francisco einen sehr amerikanischen und berührenden Film für den Super Bowl produziert. Es geht um einen Astronauten im Ruhestand - und eines der Gefühle, die er vermisst. 5 Millionen Klicks bei Youtube seit 3. Februar - und Platz drei in der NFL-Zuschauerwahl.

Der beste Auto-Spot kommt aber 2016 von Hyundai: Auch wenn die Marke den Wagen als ein Elternauto positioniert - in mehrerlei Hinsicht. Die Arbeit von der Inhouse-Agentur Innocean mit (nein, nicht Ryan Reynolds, sondern Kevin Hart) kam auch in den USA gut an - und belegt Platz 1 im Admeter von USA Today.

Zu den Top-Arbeiten gehört auch in diesem Jahr wieder Doritos (Pepsi): Mit dem wohl vorerst letzten Publikums-Spot aus #CrashTheSuperBowl sammelte die Chips-Marke außerdem die meisten Stimmen der Werbe-Abstimmung auf der NFL-Seite. Und: Der Clip wurde auf Doritos Youtube-Kanal seit 3. Februar bereits 8,6 Millionen Mal abgerufen.

Die Premiere lief doch ganz gut: Die Marke Marmot und ihr Murmeltier gaben ihren Einstand als Super-Bowl-Werbekunde mit einem tierischen Film, der  ... nicht sofort auf ganzer Linie überzeugt. Es lohnt sich aber, die 23 Sekunden bis zu Pointe durchzuhalten, die sich die Agentur  Goodby, Silverstein & Partners ausgedacht hat.

Christopher Walken und ein Sockenvergleich - das ist schräg und einprägsam. Den Spot von Kia konnte man sich während des Super Bowl schon mal 60 Sekunden lang anschauen. Die Vorabfassung im Netz war einen Tick länger. Agentur: David & Goliath

*) Was ist uns wichtig? Zum Beispiel: Der Spot soll eine gute Geschichte erzählen, die idealerweise zum Produkt passt, originell sein und überraschend, gern unterhaltsam, handwerklich gut gemacht und gut besetzt.  

Die schlechtesten Spots sehen Sie hier.

Alles (Werbe-)Wichtige rund um den Super Bowl 50 finden Sie in unserem Special.

Die besten Spots im Super Bowl 50

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Die schlechtesten Super-Bowl-Spots 2016

von Susanne Herrmann

Die Carolina Panthers konnten sich im Super Bowl nicht gegen die Defensive der Denver Broncos durchsetzen und verloren mit 10:24. Und diese Spots hier lieferten ebenfalls keine allzu überzeugende Vorstellung ab im teuersten Werbeblock der Welt. Manches war einfach nur ein wenig langweilig. Diese Filme waren zumindest aus deutscher Sicht die 5 Mio. Dollar pro 30 Sekunden im Super Bowl nicht wert. 75 Prozent der Teilnehmer an einer "Forbes"-Twitter-Umfrage (TWTR -7.04%) sagten dasselbe - über alle Commercials. 

Ein sprechender, versiffter Rasierer - echt jetzt? Mit diesem 30-Sekünder wagte sich der Dollar Shave Club (Kreation: inhouse) direkt ins erste Spielviertel. Pfui.

Schade um einen der besten Schauspieler der Welt - und eine der besten Agenturen (Wieden + Kennedy): Anthony Hopkins verkauft - pardon, es gibt ja nichts zu verkaufen - also "bewirbt" Turbo Tax. Und das so penetrant, dass es sogar ironisch gemeint nicht mehr witzig ist - zumal es ja dann irgendwie doch nicht ironisch gemeint ist. Die Teaser waren da deutlich besser. 

Polarisiert, ist klar: Aber für uns gehört der Mountain Dew-Spot schon aufgrund seiner Penetranz zu den schlechten Super-Bowl-Spots. Skurril allein macht noch keine Qualität aus. Die Drei-in-eins-Idee, die BBDO New York hier hatte, lockte allerdings 9,2 Millionen Youtube-Zuschauer. Allerdings: Bei der NFL-Web-Abstimmung kam der CLip gerade mal auf Rang 45 (von 60).

Ebenfalls besser im Kuriositätenkabinett als im Werbeblock aufgehoben schient uns der Spot für Butterfinger: Auch für die Agentur WPP/Santo hat zu maßloser Übertreibung als Mittel der Wahl gegriffen - und damit daneben, unserer bescheidenen Meinung nach. Auch auf der NFL-Webseite kam der Film nicht sonderlich gut an (Platz 48).

Die Geschichte ist eigentlich toll - aber Toyota will zu viel, der Spot ist zu lang und überstrapaziert. Wie Bankräuber mit dem Prius fliehen und die Nation von dessen Leistung überzeugen, ist einfach einen Tick drüber. Wir geben aber gern zu: Halb so lang, und der Clip hätte es in die Top-Auswahl geschafft. Agentur: Saatchi & Saatchi.

Anlässlich des Super Bowl scheint der Stuhlgang ein wichtiges Thema zu sein. Gleich zweimal 60 Sekunden waren dem Thema gewidmet. Diesen Spot hätten wir Ihnen beinah erspart, da er zunächst einfach nur konventionell ist. Neid ist das Thema des Films von Astrazeneca. Aber: Muss der kranke Typ am Ende wirklich der Frau noch auf den Hintern glotzen - in einem Stuhlgang-Spot?

Unvermeidlich: Pharma-Werbung mit animierten Organen. Das hätte hier auch passieren können. Kunde: Xifaxan. 

Die besten Spots des Super Bowl 2016 sehen Sie hier.

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