Marktforschung: Print liefert Qualität
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| | von Raoul Fischer

Marktforschung: Print liefert Qualität

Wer auch immer Zeitungen und Zeitschriften als Medium von gestern bezeichnet, sollte mit seinem Urteil noch ein wenig warten. Auch die Marktforschung belegt, dass Print durchaus seine Aufgabe im Personalmarketing-Mix hat. Das zeigt nicht zuletzt eine Erhebung des Gesamtwirtschaftlichen Stellenangebots des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung der Bundesagentur für Arbeit (IAB): Demnach ist Print seit Jahren einer der vier am häufigsten genannten Suchwege. Die Anzeige ist sogar der zweiterfolgreichste Weg bei der Stellenbesetzung, führt also überdurchschnittlich häufig zur Einstellung. Erfolgreicher sei nur die Suche über persönliche Kontakte oder eigene Mitarbeiter, erklärt Jörg Szameitat, Referent am IAB. Das Internet rangiert noch auf dem vierten Platz.

Ein Ergebnis, dass andere Studien durchaus bestätigen. Schon der Medialeistungstest der Agentur Westpress hat Ende 2010 gezeigt: Online generiert zwar mehr Response, durch Printmedien generierte Bewerbungen weisen aber höhere Qualität. Für den Medialeistungstest hat die Werbeagentur den Rücklauf auf Stellenanzeigen unter die Lupe genommen, und zwar auf 14 Online-Portalen (Generalisten und Spezialisten) sowie auf 15 Printtiteln (Generalisten wie „Der Tagesspiegel“ und Spezialisten wie das „Deutsche Ärzteblatt“). Zehn Stellenausschreibungen von der W3-Professur bis zum Fachkrankenpfleger wurden mit einer speziellen Chiffrenummer versehen, sodass sich Bewerbungen genau zurückverfolgen ließen. Diese hat Westpress anschließend ausgewertet.

Dass Print-Stellenanzeigen auch heute noch gefragt sind, bestätigen aber auch aktuellere Studien. Laut einer Untersuchung des Marktforschungsinstituts Aris in Hamburg für 2011 nutzen Unternehmen Print und Online in Kombination, um eine breite Masse zu erreichen: 79 Prozent der Unternehmen veröffentlichen ihre Stellenanzeige im Internet, 33 Prozent setzten im Recruiting Social-Media-Plattformen ein – und 58 Prozent gaben an, die Zeitung für Ihre Stellensuche zu nutzen (Im Vergleich zum Jahr 2010 bedeutet das eine Steigerung um 3 Prozentpunkte).

Eine  Umfrage bei Stellenanzeigen.de bei 614 Bewerbern und 357 Personalern hat gezeigt, das bei den Unternehmen Printmedien zwar mit 48 Prozent weit hinter den Online-Stellenbörsen (68 Prozent) rangieren. Das bestätigt die Expertenbefragung 2012 von index. Bei der Mitarbeitergewinnung werten 61 Prozent der Umfrageteilnehmer Online-Stellenanzeigen als wichtigsten Kanal. Anzeigen in klassischen Print-Medien liegen zwar an zweiter Stelle, erreichen jedoch nur einen Wert von 28 Prozent und haben damit eine deutlich niedrigere Priorität.Bei den Stellensuchenden liegen sie wesentlich dichter beieinander: Die Umfrage von stellenanzeige.de hat ergeben, dass 96 Prozent sich in Jobbörsen und 88 Prozent in Printmedien über offene Stellen informieren.  

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