| | von Raoul Fischer

Wie interaktive Stellenanzeigen Jobsuchende animieren sollen

Interaktive Stellenanzeigen könnten ein Standard für die Zukunft der Stellenbörsen im Internet werden, da sind sich viele Experten einig. Die Vorteil für Unternehmen: Sie können mehr Inhalt in verschiedenen Gestaltungsvarianten anbieten. Mehr Inhalt und Text erhöhe auch die Chance, in Suchmaschinen weit oben gelistet und gefunden zu werden, erklärt Christian Hagedorn, Geschäftsführer der Personalfachagentur Westpress. Zudem können sie die Employer Brand besser  darstellen. „Dadurch steigt die Chance, gefragte Kandidaten zu gewinnen, von Ingenieuren über IT-Spezialisten bis hin zu Vertriebsexperten und Ärzten“, erklärt Sascha Theisen, Leiter Marketing bei Stepstone.

Die Vorteile für die Jobsuchenden: Die haben die Möglichkeit, zielgerichtet die Inhalte herauszusuchen, die sie interessieren. Zudem lässt mit der Integration von Videos oder animierter Gestaltung die emotionale Ansprache verstärken. Der Effekt: User setzen sich länger und intensiver mit der Anzeige auseinander, was auch die Qualität der Bewerbungen steigern soll. Nicht zuletzt deshalb geht jetzt die Personalfachagentur Westpress mit einem eigenen Angebot an den Markt. „AnimAd“ – so heißt das neue interaktive Format. „Das passt für alle Berufe und Ebenen, von der Bäckerei-Fachverkäuferin bis zum Senior-Professional im Bereich Maschinenbau“, erklärt Westpress-Chef Hagedorn. Nach JobAd 2.0 von Kienbaum und Jobware und „Stellenanzeige Plus“, die die Jobbörse Stepstone kürzlich auf den Markt gebracht hat, gibt es jetzt also ein weiteres standardisiertes Angebot für interaktive Stellenanzeigen.

Und die bieten Personalmarketern und Recruitern einen wichtigen Vorteil: Sie sparen viel Zeit und Entwicklungskosten. Wer auf die standardisierten Angebote der Jobbörsen und Agenturen zurückgreifen möchte, muss allerdings auch Einschränkungen in Kauf nehmen. Die größte Freiheit dürfte da zukünftig AnimAd von Westpress bieten: Die Anzeige lässt Werbekunden viel Gestaltungsspielraum und soll laut Geschäftsführer Hagedorn kaum teurer werden als statische Anzeigen. Ein weiterer Vorteil: Sie läuft Plattform-übergreifend und kann damit aus dem Stand eine hohe Reichweite erzielen. Anders bei Job-Ad 2.0 und „Stelleanzeige Plus“: Diese können Kunden nur auf den Stellenbörsen selber und ihren Partner-Netzwerken platzieren. Bei „Stellenanzeigen plus“ ist der Kunde zudem auf das Stepstone-Format mit seiner Reiterstruktur festgelegt und findet weniger Spielraum für seine eigenen Gestaltungswünsche. Job-Ad 2.0 ist dagegen mit reinen Entwicklungskosten ab 10.000 Euro relativ teuer.

Dennoch zeigt gerade das Beispiel des Trendsetters von Jobware und Kienbaum, dass interaktive Formate gefragt sind. An die 100 Kunden haben laut Jobware-Geschäftsführer Wolfgang Achilles Job-Ad 2.0 inzwischen gebucht, darunter Unternehmen wie Roche, Heraeus oder EnBW. „Das Thema wird angenommen und weist in die Zukunft“, sagt er. Auch Jobware arbeitet an seinem Angebot und entwickelt derzeit ein interaktives Format für mobile Plattformen – Arbeitstitel „Tab-Ad“.

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