Medientage München: Mobile 3.0 gibt Lizenz zurück
Das Handy-TV-Konsortium Mobile 3.0 ist endgültig am Ende. Wie dessen Präsident Rudolf Gröger auf den Medientagen München erklärte, wird die Gesellschaft die Lizenz für den Plattformbetrieb noch diese Woche an die Landesmedienanstalten zurückgeben. Darauf hatten die Medienwächter seit Anfang Oktober gedrängt, als dem Pilotprojekt, hinter dem auch Burda und Holzbrinck stehen, die Lizenz entzogen wurde.
Auf den Medientagen hat nun Thomas Langheinrich, Vorsitzender der Zulassungsbehörde ZAK, Gröger erneut dazu aufgefordert, um juristische Schritt zu vermeiden. Die Behörde hatte Mobile 3.0 ansonsten mit einem Widerrufsverfahren gedroht.
Gröger selbst hat seinen Rücktritt erklärt. Er wird das Konsortium zum Monatsende verlassen. Er könne Mobile 3.0 nicht mehr helfen, ließ der erfahrene Mobilfunkmanager durchblicken. Ob und wie es mit dem Konstrukt Mobile 3.0 weitergeht, ist noch unklar.
Trotzdem wollen die Medienhüter Handy-TV via DVB-H nicht beerdigt sehen. Wenn die Rahmenbedingungen stimmen, will Langheinrich schnellstmöglich eine neue Ausschreibung für den Plattformbetrieb von DVB-H starten. Fraglich ist nur, ob sich Interessenten finden. Die großen Mobilfunkbetreiber wie T-Mobile, die im vergangenen Jahr bei der Lizenzierung nicht zum Zuge gekommen waren, setzen längst auf DVB-T. Die digitalen terrestrischen Fernsehsignale lassen sich mittlerweile von diversen Mobiltelefonen empfangen.
Schobelt Redakteur








