Deutscher Mediapreis 2011: Die Media-Persönlichkeit des Jahres
Mathias Döpfner, der Vorkämpfer für die Digitalisierung der Kommunikation
Die Zukunft von Media ist digital. Diese Erkenntnis in neue Geschäftsmodelle zu übersetzen, erfordert Mut – erst recht von einem klassischen Verlagshaus. Mathias Döpfner hat diesen Mut eines Erneuerers, befand die Jury des Deutschen Mediapreises. Wie kaum ein Vertreter seiner Zunft kämpft er für die digitale Zukunft von Print.
Wie begeistert der Vorstandschef der Axel Springer AG selbst von digitalen Plattformen ist, hat er im vergangenen Jahr im US-Fernsehen demonstriert: Vor laufenden Kameras führte er vor, wie sich „Die Welt“ auf dem Tablet lesen lässt. Jeder Verleger solle einmal am Tag Steve Jobs dafür danken, dass er mit diesem Gerät die Verlagsindustrie rettet – so wird Döpfner immer wieder zitiert. Die digitale Vision ist für ihn kein fernes Zukunftsszenario, Bezahlmodelle im digitalen Journalismus erachtet er als unausweichlich. Die Mediapreis-Juroren zollen Döpfner Respekt für sein digitales Engagement und bewundern, wie er „mit Vollgas auf der Digitalisierungswelle reitet“. Und selten war sich die Jury in ihrer Entscheidung so einig: Mathias Döpfner ist die Mediapersönlichkeit des Jahres.
Gundelach Redakteur








