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Schwerpunkt in der Kärcherwerbung ist immer der Anwendernutzen.
Schwerpunkt in der Kärcherwerbung ist immer der Anwendernutzen.

Kärcher: Reinigt die Welt

veröffentlicht am 18.03.2010 um 10:28 Uhr · Case Studies · Artikel

Präsidenten den Kopf gewaschen. Amerikanischen. Barack Obama war’s nicht. Dafür gleich vier andere. Die Granit-Riesen George Washington, Thomas Jefferson, Abraham Lincoln und Theodore Roosevelt vom Mount Rushmore National Memorial in den Black Hills, South Dakota, USA. Das war 2005. Kultur-Sponsoring à la Kärcher. Die trauen sich was zu, die Reinigungs-Riesen aus dem schwäbischen Winnenden im Rems-Murr-Kreis.

Sie trauen sich noch viel mehr zu. 2008 putzten sie hellwach die Space Needle in Seattle im US-Bundesstaat Washington heraus. 2003 die Memnon-Kolosse in Luxor. 1998 die Kolonnaden am Petersplatz in Rom. 1990 nach dem Mauerfall wurde das Brandenburger Tor entgraut. Selbst mit Christus hatten sie früh Erbarmen, 1980 mit seiner Statue auf dem Corcovado in Rio de Janeiro.

Sie reinigen die ganze Welt mit ihren schlauen Geräten. Mit Hochdruckreinigern, Kehrmaschinen, Scheuersaugmaschinen, Nass- und Trockensaugern, Staubsaugern, Akkubesen, Dampfreinigern, Trockeneisstrahlern, kompletten Reinigungssystemen.

Zum 75. Geburtstag wurde nun eine neue Marketing-Kampagne zusammen mit dem neuen Claim "Kärcher makes a difference“ kreiert. Bernd Rützler, Bereichsleiter Marketing und Brand Management International, kommentiert das so: "Mit der neuen Kampagne gelingt es erstmals, ein Konzept und auch einen Unternehmens-Claim weltweit einheitlich umzusetzen. Die Akzeptanz in den Auslandsgesellschaften ist durchgängig vorhanden, auch wenn in wenigen Fällen lokale Anpassungen stattfinden müssen.“ Umgesetzt wird die Strategie in allen Medien – mit 360 Grad integrierter Kommunikation. Der aktuelle Kampagnen-Schwerpunkt liegt in der Kommunikation des Anwendernutzens. Mit einem vergleichsweise niedrigen weltweiten Media-Budget.

Zielgruppe der Kampagne sind alle, die Reinigungs­probleme zu lösen haben. Das betrifft das Handwerk, die Industrie, die Landwirtschaft und den gesamten Kfz-Bereich. Nicht zu vergessen: alle privaten Haushalte. Übrigens: In Deutschland wird der Begriff "kärchern“ gleichgesetzt mit "hochdruckreinigen“. Bei den Franzosen heißt es etwas derber ausgedrückt so viel wie "mit dem eiser­nen Besen durchkehren“. Die freundlichere Version "gründlich aufräumen“. Und die Österreicher waschen ihr "Auto heute mit dem Kärcher“. Auch ein Denkmal.

Denkmäler haben es ihnen angetan. Im September 2009 wurde dem obersten Saubermann Alfred Kärcher zum 50. Todestag eines gesetzt. Ein Museum im alten Fabrik­gebäude. Das Leben aber geht weiter. Für viele Reinigungsprobleme existieren noch keine maschinellen Lösungen. Gute Chancen für eine Firma, die 80 Prozent ihres Umsatzes mit Produkten macht, die fünf Jahre jung oder jünger sind.

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