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ADC-Vorstandssprecher Jochen Rädeker: "Der ADC hat auch in der Krise seine Relevanz unter Beweis gestellt."
ADC-Vorstandssprecher Jochen Rädeker: "Der ADC hat auch in der Krise seine Relevanz unter Beweis gestellt."

6700 Einreichungen für den ADC

veröffentlicht am 10.03.2010 um 15:00 Uhr · ADC 2011 · Artikel

Mit 6700 Einreichungen kann der Art Directors Club für Deutschland (ADC) die Einsendezahlen zum Kreativwettbewerb nahezu auf Vorjahresniveau halten (2009: 6832 Arbeiten). "Das ist ein Riesenerfolg für uns, gerade vor dem Hintergrund, dass andere Awards mit einer Halbierung der Einreichungen zu kämpfen haben", sagt Jochen Rädeker im W&V-Exklusivinterview. Der Chef der Stuttgarter Designagentur Strichpunkt ist seit November 2009 Vorstandssprecher des Clubs. Unter seiner Ägide wurde ein neues Wettbewerbskonzept verabschiedet, das eine Erweiterung des Kategoriensystems vor allem in den nicht-klassischen Disziplinen vorsah.

Jetzt zeigt sich: Die Rechnung des Vorstands ging auf. Rückgänge bei den Einreichungen gab es vor allem in den klassischen Kategorien, die durch die Ausweitung der nicht-werblichen Disziplinen aufgefangen werden konnten. So verlor Printwerbung 29 Prozent (673 Einreichungen), während bei Editorial ein Zuwachs um 78 Prozent auf 664 Einsendungen zu verzeichnen ist. Kommunikation im Raum (plus 45 Prozent) und Dialogmarketing (plus 36 Prozent) fanden ebenfalls deutlich mehr Anklang - trotz Sparmaßnahmen bei vielen Agenturen.

"Die neuen Kategorien haben bewiesen, dass sie erfolgreich sind", bewertet Rädeker das Ergebnis. "Wichtig war auch, dass wir auf die Gebühren, die mit der Veröffentlichung der ausgezeichneten Arbeiten im ADC-Buch entstanden sind, verzichten."

Obwohl die Finanzierung des ADC-Jahrbuchs völlig auf den Kopf gestellt wurde - mit dem Verzicht auf die Veröffentlichungsgebühr fehlen rund 200.000 Euro für die Produktion - fand der Club einen neuen Verlagspartner: 2010 werden sowohl das Jahrbuch als auch die Nachwuchspublikation "Sushi" in der AV Edition, Ludwigsburg, erscheinen.

341 Juroren werden beim ADC-Gipfel darüber entscheiden, welche Arbeiten einen Nagel in Gold, Silber oder Bronze gewinnen. Das Festival findet vom 12. bis 16. Mai erstmals in Frankfurt statt. Anders als 2009 werden diesmal wieder alle eingereichten Arbeiten in einer Ausstellung zu sehen sein. Integriert werden ebenfalls zum ersten Mal die Junior Days. Unter dem Motto "Creative Clash" findet an verschiedenen Orten ein zweitägiger Kongress statt, bei dem Referenten wie Designer Paul Smith, Heiner Goebbels oder Architekt Albert Speer die Kreativbranche inspirieren sollen.

Der ADC Wettbewerb gilt als der wichtigste Kreativaward im deutschsprachigen Raum und bildet das finanzielle Rückgrat des Clubs. Nach einem Verlust im fünfstelligen Bereich im Jahr 2009 (unter anderem durch fehlende Einnahmen aus dem Wettbewerb) rechnet Rädeker für dieses Jahr wieder mit einem ausgeglichenen Haushalt für den Verein. Und: "Dadurch, dass wir mit annähernd gleichen Einsendezahlen in den Wettbewerb gehen, haben wir eine gesunde finanzielle Basis, um ein hochwertiges Kongressprogramm anzubieten", wirbt der Vorstandssprecher für das Festival.

Mehr zum Thema gibt es in der aktuellen W&V.

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