WM ist beste Werbung für die Bundesliga
Noch läuft die WM in Südafrika, aber die Deutsche Fußball Bundesliga feiert schon jetzt. Die Jungs mit dem Adler auf der Brust sind die beste Werbung für die DFL. „Wir sehen die sehr positiven Effekte der WM und vor allem des Auftretens der deutschen Mannschaft“, sagt Robert Niemann, Geschäftsführer von DFL Sports Enterprises.
Aber nicht nur das Abschneiden von Jogi Löws Team, dem jüngsten aller WM-Zeiten, sondern vor allem die offensive und attraktive Spielweise strahlt positiv auf die Liga ab.Und daneben stellt die DFL mit 84 Spielern nach der englischen Premier League (118 Spieler) die meisten Spieler bei der WM. Die italienische Serie A kommt auf 80 Spieler, die französischen Ligue 1 nur auf 45. Laut Niemann führt das alles zusammen im Ausland bereits zu einer verstärkten Nachfrage nach den TV-Bildern der Liga. Zwar ist der DFL-Vermarkter derzeit weltweit ausverkauft, aber die nächste Rechteperiode kommt bestimmt.
Daneben dürfte sich auch das Abschneiden der direkten Liga-Konkurrenten auswirken. Frankreich, in der UEFA-Fünf-Jahreswertung hinter Deutschland auf Rang fünf, und Italien, nur minimal vor Deutschland auf Rang drei, haben sich bei der WM blamiert. Und auch das englische Team machte im Spiel gegen Deutschland keinen guten Job als Testimonial für die Premier League. Der ein oder andere WM-Star dürfte sich also in der Bundesliga wiederfinden. National-Mannschaftskapitän Michael Ballack macht den Anfang und kehrt zurück zu Bayer Leverkusen. Die im Gegensatz zu anderen Ligen gesunde Finanzen der deutschen Clubs, die höchsten Zuschauerzahlen in allen europäischen Ligen sowie die hohe TV-Präsenz könnten ebenfalls dazu führen, dass so mancher WM-Star künftig in Deutschland spielt.
Hinzu kommt die UEFA-5-Jahreswertung selbst. Bayern München hatte das Champions-League-Finale bekanntlich gegen Inter Mailand verloren. Die Serie A konnte somit einen äußerst knappen Vorsprung retten (64,228 zu 64,207 Punkte - siehe 5-Jahresranking ). Also verbleibt der vierte Champions-League-Platz auch in der Saison 2011/2012 bei der Serie A. Das heißt, die Bundesliga-Teams spielen in der kommenden Saison erneut gegen Italien. Allerdings müssen die Clubs der Serie A kräftig aufholen. Bei ihnen fällt im Vergleich zu den Deutschen der höhere Wert aus der Spielzeit 05/06 aus der Wertung. Das heißt, die DFL-Clubs gehen mit einem Vorsprung von satten 4,9 Punkte in die neue Spielzeit. Das reicht normalerweise. In der Spielzeit 2012/2013 werden die deutschen Teams also vier Champions-League-Plätze haben. Gute Aussichten für bleibendes und steigendes Zuschauerinteresse.
Pellikan Redakteur










