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Einmal Gold, zweimal Silber und dreimal Bronze. Kempertrautmann sammelt Raubkatzen.
Einmal Gold, zweimal Silber und dreimal Bronze. Kempertrautmann sammelt Raubkatzen.

Kempertrautmann holt sich vier von sechs Cyber-Löwen

veröffentlicht am 22.06.2011 um 21:30 Uhr · Cannes Lions 2011: Erfolgreiche Bilanz für Deutschland · Artikel

Sechs Löwen in der Kategorie Cyber gehen in diesem Jahr an deutsche Agenturen: Einmal Gold, zweimal Silber und dreimal Bronze. Kempertrautmann kann gleich vier der Raubkatzen einheimsen. Für die „Wall of Fame“ für den Kunden Edding gibt es Gold und zweimal Silber, für die Digital-Highlighter-Kampagne, ebenfalls für Edding, einen bronzefarbenen Löwen. Die anderen beiden Bronze-Lions gehen an Jung von Matt für WWF und Grimm Gallun Holtappels für Hi-Cone („Hidden Heroes“).

Zehn Cyber-Shortlistplätze konnten die deutschen Agenturen in diesem Jahr vermelden: Deutlich weniger als in den Jahren zuvor. Dafür waren es am Ende aber mehr Preise. 2010 flogen deutsche Agenturen mit zwei goldenen, einem silbernen und einem bronzenen Löwen im Gepäck nach Hause.

Cyber-Juror Jens Schmidt von Moccu.

Drei Grand Prixs hat die Jury wie schon in den vergangenen Jahren vergeben. Man wolle so den unterschiedlichen Ausrichtungen innerhalb der Kategorie gerecht werden, hatte der Jurypräsident Nick Law von R/GA angekündigt. Er selbst kann für seine Agentur und den Kunden „Innovative Thunder“ einen Grand Prix für „Pay with a tweet“ heimnehmen. Procter & Gamble und Wieden & Kennedy punkteten mit ihrer Response-Campaign für Old Spice, Chris Milk Santa Monica mit Google und dem Webauftritt der Band Arcade Fire.

Technische Innovationen waren ein Punkt, auf den die Jury viel Wert legte. Doch: „Technische Innovation ist in den Digitalen Medien Vermittlungsmedium und Faszinationstreiber, aber ohne die richtige Idee funktioniert die Konsumentenansprache nicht“, sagt Jens Schmidt, der deutsche Juror und Geschäftsführer der Agentur Moccu. Gleichzeitig war das Thema Innovation der Jury wichtig – ohne diese war es in diesem Jahr nicht möglich, einen Preis zu ergattern. Dazu kam das Thema Mehrwert: „Werbung muss sich in digitalen Kanälen stärker denn je fragen, was sie ihren Kunden an Mehrwert anbieten können“, sagt Schmidt. Gleichzeitig gelte es, den Kunden einzubinden und zu involvieren – viele kleine virale Filme hatten bei der Jury aus diesem Grund keine Chance.

Bei der Jurierung der Preise folgten die Cyber-Juroren dem Trend der strengen Bewertung: 103 Löwen hatten die Juroren noch im vergangenen Jahr vergeben. In diesem Jahr gab es nur 81 Löwen. Und das, obwohl die Einreichungen insgesamt von 2602 auf 2835 gestiegen war.

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