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Fast jeder dritte Fußballfan plant, ein Public Viewing zu besuchen.
Fast jeder dritte Fußballfan plant, ein Public Viewing zu besuchen.

Public Viewing zur Fußball-WM 2010: Werbeplattform nicht nur für Sponsoren

veröffentlicht am 07.06.2010 um 10:40 Uhr · Fußball-WM 2010: Die Spiele der Sponsoren · Artikel

Optimisten glauben, Deutschland wird nach 20 Jahren endlich mal wieder den WM-Titel nach Deutschland holen. Optimisten vertrauen außerdem auf Wetterprognosen wie die von Donnerwetter.de: Immer wenn Jogis vom Verletzungspech heimgesuchte Elf spielt, wird es heiter, außer im Vorrundenspiel gegen Ghana am 23. Juni.

Pessimisten holen den Hundertjährigen Kalender hervor. Regen und Frost, kühl und wechselhaft bis zum 12. Juli, dem Tag nach dem Finale. Nur ab 20. Juni könne eine mehrtägige Hitzeperiode einsetzen, die mit Glück bis zu den Achtelfinales reicht. Das wären miese Aussichten für Public Viewings unter freiem Himmel.

179 kommerzielle Lizenzen hat die Fifa in Deutschland für Public Viewings erteilt. Weitere 1400 große und kleine Veranstalteter haben Lizenzen für nicht-kommerzielle Fußballvorführungen beantragt – bevor die Fifa beschloss, die Regeln zu lockern. Für Aufsehen hatte gesorgt, dass der Fußballverband den Antrag des Berliner Bundespressestrands zunächst abgelehnt hatte. Jetzt braucht gar keiner mehr eine Lizenz, der nicht Eintritt verlangt oder mit Werbepartner Geld verdient. So wird es also wohl mehr als die offiziell gemeldeten 1600 Möglichkeiten geben, in Deutschland die Spiele in der großen Gemeinschaft zu erleben, nicht gerechnet die TV-Übertragungen in Gaststätten.

Fast jeder dritte Fußballfan plant, ein Public Viewing zu besuchen, ermittelte Marketagent.com in einer Online-Befragung. Vor vier Jahren zur WM in Deutschland hatten knapp 18 Prozent mindestens ein Spiel der Endrunde (Viertelfinale bis Endspiel) an öffentlichen Plätzen verfolgt (Quelle: Carat Expert Public Viewing Study Fifa WM 2006). Der zuständige Fachmann Günter Linke, Research Director, Aegis Media Resolutions sieht für Werbungtreibende Potenzial in Public Viewings "unter den Aspekten Themenaffinität, Zielgruppenaffinität und geografische Nähe".

Kaum eine Stadt bleibt unbespielt. "Public Viewing Events haben immer einen lokalen Bezug. Sie sind Ausdruck von Gemeinschaft, sozialer Bindung und Nähe", sagt Aegis-Mann Linke. Das bietet regionalen Werbekunden bei kommerziellen Vorstellungen Chancen, über Sponsorings, Plakate, Logo-Integration, Promotions, Programmhefte, Banner rund um die LED- und Leinwände und sogar mit Werbetrailern präsent zu sein. In Nürnberg zum Beispiel, wo Werb:B Events das Public Viewing „Kennametal Kick & Groove Park“ auf die Wöhrder Wiese bringt, tritt das Unternehmen Kennametal, Friedrichsdorf, als Titelsponsor auf, der Verband Das Handwerk wird exklusiv als Namensgeber die Sitzplatztribüne sponsern. Und daneben steht dann als Partner die Nürnberger Bäckerei-Kette Bock. Veranstalter Christopher Dietz rechnet über die gesamte WM-Zeit mit rund 300.000 Besuchern.

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