Affiliate-Marketing: Im Zangengriff der Internet-Giganten
Das Affiliate-Werbegeschäft gilt als krisensicher. In Zeiten knapper Budgets schätzen Unternehmen mehr denn je die Möglichkeit, mit wenig finanziellem Aufwand ihre Vertriebsziele skalieren zu können. Bezahlt wird an den Website-Betreiber, der den Kunden vermittelt, nur dann, wenn der eine konkrete Gegenleistung erbracht hat: Kaufabschluss oder Kundendaten. Daran hat sich nichts geändert.
Geändert haben sich die Gewichte im Markt. Den bisherigen marktbeherrschenden Unternehmen wie Affilinet (Sedo), Zanox und Tradedoubler stehen mächtige Konkurrenten gegenüber, die einen Teil des Geschäfts schlucken könnten: Online-Marktplätze und Werbe-Netzwerke. Sie sind zwar kein neues Phänomen, doch sie greifen neuerdings Vertriebsbudgets ab.
Allen voran die finanzstarken US-Konzerne Google, Microsoft, Yahoo und demnächst auch Apple im mobilen Segment nutzen ihre Technikkompetenz, um den Erfolg von Kampagnen ähnlich konkret zu belegen. Experten sprechen schon davon, dass Zanox, Affilinet und Tradedoubler diesen Wettbewerb gegen die Giganten nicht gewinnen können. Deshalb versuchen Dienstleister wie die Unterföhringer Nonstop Consulting oder die Holtzbrinck-Tochter The Performance Network, sich in einer Nische einzurichten.
Auch mit neuen und teuren Systemen zur automatisierten Optimierung der Werbemittelsteuerung wollen die Affiliate-Netzwerke den Kampf gegen die US-Schwergewichte aufnehmen. Einen Vorteil haben sie dabei: Viele Kunden wollen sich nicht in die Hände der großen Konglomerate begeben.
Wer welche Geschäfte macht, zeigt der Kasten und das PDF zum Download. Was für Konsequenzen der Verdrängungswettbewerb für den Markt hat und wie die Affiliate-Spezialisten reagieren, lesen Sie in W&V Ausgabe 37 im Special zur Dmexco (EVT 16.09.2010).
Reitz Redakteur










