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Volker Wiewer, Geschäftsführer von eCircle, rät Unternehmen zur Verbindung der Social-Media-Auftritte und e-Mail-Marketing.
Volker Wiewer, Geschäftsführer von eCircle, rät Unternehmen zur Verbindung der Social-Media-Auftritte und e-Mail-Marketing.

Wirkung verkannt: Social-Media im E-Mail-Marketing

veröffentlicht am 09.09.2010 um 09:09 Uhr · Online-Mediaplanung 2010 · Artikel

Anders als in Amerika steckt das Thema "Social Media und e-Mail-Marketing" in Deutschland noch in den Kinderschuhen. Doch schon in der nahen Zukunft könnten sich Marketer über die Möglichkeiten dieses Segmentes etwa über Facebook, Twitter auch hierzulande bewusst werden und der Entwicklung neue Schübe geben. Die Wachstumschancen sind groß: noch haben viele Unternehmen laut Volker Wiewer, CEO von eCircle, etwa 10 mal mehr Newsletter-Abonnenten als Facebook-Freunde und gut 20 mal mehr als Twitter-Follower.

"Social Media involviert den User sehr stark in die Markenkommunikation und verstärkt so die Identifikation mit den Produkten, bzw. der Marke. Außerdem sind Social Communities sehr beliebt, genießen Vertrauen, bieten unglaubliche virale Effekte und natürliche eine große Reichweite und Anzahl an potentiellen Leads und E-Mail-Opt-Ins. E-Mail wiederum kann Informationen detaillierter, personalisiert und dadurch relevanter transportieren und ist dabei nach wie vor der Online-Kommunikationskanal Nr. 1", sagt Wiewer.

In der Praxis können über "Teilen-Buttons" bereits einzelne Inhalte oder ganze e-Mails bereits in sozialen Medien gepostet und kommentiert werden. "Studien belegen, dass über 50% Prozent der Empfänger interessante Inhalte Ihrer E-Mails posten oder die Mails an Freunde weiterleiten. Das ist die einfachste und bis dato in Deutschland noch am weitesten verbreitete Möglichkeit den E-Mail- und den Social-Kanal miteinander zu verknüpfen und enorme virale Effekte zu erzeugen", so Wiewer. Als weitere Option ergibt sich die Generierung von e-Mail-Subscribern für Newsletter oder Unternehmenspräsenzen in den sozialen Netzwerken. Hierbei können speziell entwickelte Apps helfen, etwa in Form von Anmeldeformularen für Newsletter. Auch die Einbindung von User Generated Content wie Kundenempfehlungen zu Produkten oder Twitter-Feeds in e-Mails ist möglich.

Das größte Problem ist laut Wiewer bis dato noch die Messbarkeit der Effekte in den sozialen Medien. "Wenn Sie einen 'Follow Me on Twitter' Link in einer e-Mail platzieren, kann man sehr genau sagen, wie viele Follower per Mail generiert wurden. Wie viele Subscriber Sie für den Newsletter via Facebook bekommen haben, kann auch noch nachvollzogen werden. Möchten Sie aber z.B. Abverkäufe oder Conversions und den Einfluss von Social Media darauf messen, wird das schwierig, vor allem wenn man die viralen Effekte mit einbezieht."

Wiewer empfiehlt Unternehmen und Werbern folgende sechs Schritte zu beachten, um die Synergie-Effekte von e-Mails und sozialen Medien auszuschöpfen: Das Erstellen einer Social-Media-Strategie mit Focus auf die für das Unternehmen relevantesten Kanäle, die Nutzung von viralen Effekten, etwa durch die Share-Funktionen auch in e-Mails sowie die Integration von Twitter-Beiträge auch die e-Mail-Kommunikation. Des weiteren sollten Informationen in sozialen Medien immer mit einem Mehrwert verbunden sein, wie Coupons, Schnäppchen oder Gewinnspielen. Unternehmen können über Anmeldeformulare auf Facebook neue e-Mail-Abonnenten gewinnen. Schließlich sollte auch ein Monitoring der Maßnahmen erfolgen, wie etwa der Klicks, die durch e-Mail-integrierte Links und Social Buttons generiert werden, um Firmen für die Mediaplanung der Zukunft zu rüsten.

Social Bookmarking
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