26. Deutsche Tourismusanalyse
09.03.2010 · Tourismus · Markt-StudieDie Studie enthält neben aktuellen Analysen und Prognosen zum Reiseverhalten 2009/2010 unter anderem Darstellungen zu den Schwerpunktthemen „Urlaubskosten“, „Reiseverkehrsmittel“, „Reisebuchungsart“, „Bewertung von Reisezielen“ und „Aktivitäten im Urlaub“.
Wider allen Befürchtungen verreiste auch 2009 jeder zweite Deutsche fünf Tage oder länger - damit hat sich gegenüber dem Vorjahr nichts geändert. Allerdings zieht sich eine massive Spaltung durch die Reisegesellschaft, die sich sowohl beim Einkommen als auch bei den Berufsgruppen deutlich bemerkbar macht. So leisteten sich 80 Prozent aller Beamten eine Reise, doppelt so viele wie bei den Arbeitern; und nur jeder fünfte Geringverdiener ist 2009 in den Urlaub gefahren. Bei den Besserverdienern verreisten hingegen 74 Prozent, wobei zwei Fünftel davon sogar zwei- und mehrmals eine Reise unternahmen. Zu diesen Ergebnissen kommt die 26. Deutsche Tourismusanalyse der BAT Stiftung für Zukunftsfragen.
Für die Analyse wurden 4.000 Bundesbürger ab 14 Jahren nach ihrem Urlaubsverhalten 2009 und ihren Reiseabsichten 2010 befragt. Demnach blieb die Reiselust ungebrochen; und auch die Dauer betrug im Durchschnitt genau 13 Tage und liegt somit im Trend der vergangenen zehn Jahre. Im Schnitt lassen sich die Deutschen ihren Urlaub 1.038 Euro pro Person kosten, was etwa dem Stand von 2004 entspricht. Das meiste Geld für den Urlaub geben dabei kinderlose Paare aus (1.198 Euro), die nach den Senioren auch am längsten verreisen (13,2 Tage).
Die beliebtesten Reiseziele blieben im Ausland und im Inland, wie in den vergangenen Jahren Spanien beziehungsweise Bayern. Allerdings verringerte sich der Anteil der Bayernurlauber um knapp 0,6 Prozent. Spaniens Beliebtheit ist hingegen ungebrochen, dorthin führte jede achte Reise (13,2 Prozent). Der zweitplatzierte Italien (6,9 Prozent) muss jedoch in der Türkei (6,6 Prozent) einen stark wachsenden Konkurrenten erkennen.
Auch im Jahr 2010 wollen die Deutschen Reiseweltmeister bleiben. 42 Prozent planen bereits fest, mindestens eine Reise zu unternehmen. Konstant bleibt dennoch die große Zahl der Unentschlossenen (35 Prozent). Jeder Vierte will seinen Urlaub im eigenen Land verbringen, jeder Dritte im europäischen Ausland und jeder Zehnte außerhalb von Europa. Spanien bleibt nach wie vor die Nummer eins als ausländisches Reiseziel (9,2 Prozent) und die Türkei (4,8 Prozent) und Italien (4,0 Prozent) liefern sich ein Kopf-an-Kopf-Rennen. Die größten Potenziale zeigen 2010 All-inclusiv-Angebote, fast zwei von fünf Bundesbürgern zeigen hieran Interesse.
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