Bio-Lebensmittel: Verbraucher zwischen Skepsis und Verantwortungsbewusstsein
08.01.2010 · Markt - Studie · Ernährung/ Nahrungsmittel/ Bio-ProdukteYouGovPsychonomics analysiert die Einstellung von 1600 Studienteilnehmern zu Bio-Produkten. Die Skepsis gegenüber den Preisen ist oftmals hoch, obwohl immer mehr Verbraucher bei ökologischen Produkten zugreifen. Gütesiegel schaffen Vertrauen auf der Kundenseite. Die Menge an Symbolen und Berechtigungen sind jedoch nur noch für sehr wenige Konsumenten zu überblicken.
Bei der Kaufentscheidung für Bio-Produkte richten sich viele Verbraucher mittlerweile nach den Gütesiegeln auf der Verpackung. Zum einen rechtfertigt dieser den höheren Preis, zum anderen bestätigt er eine überprüfte Herkunft. Grund für die vorliegende Skepsis ist in vielen Fällen die übermäßigen Angebotsvielfalt der biologischen Waren. Die Gütesiegel allein reichen aber zur Vertrauensbildung nicht aus. 85 Prozent haben die Übersicht über die Siegel verloren, viele richten sich ersatzweise nach Symbolen für fairen Handel.
Regionalität wirkt als zusätzliches Kaufkriterium. Importierte Produkte oder Produkte von weit entfernten Herstellern verlieren gegenüber den lokalen Anbieter deutlich an Attraktivität. Hier können auch Gütesiegel die Sympathie der Kunden nicht zurückgewinnen. Dabei greift jeder Zehnte im Einzelhandel zu ökologisch angebauten Produkten, jeder Dritte davon wöchentlich. 60 Prozent empfinden einen solchen Kauf als verantwortungsbewusst. Rund drei Viertel der Käufer legen den größten Wert auf einen umweltschonenden Anbau und eine artgerechte Tierhaltung. Dennoch sind viele Konsumenten gegenüber den erhöhten Preisen skeptisch.
YouGovPsychonomics AG, Köln
Bettina WillmannTel: +49 (0)221/ 42 061-426
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