Das Vertrauen in Lebensmittel ist angeknackst
08.04.2011 · Ernährung/Lebensmittel · Markt-StudieDie Studie analysiert die Reaktionen der Verbraucher auf Lebensmittelskandale.
Bevor Dioxin in Futtermitteln entdeckt wurde, haben Medien mehrfach über Lebensmittelskandale wie BSE oder Gammelfleisch berichtet. Immer wieder entfacht eine Diskussion darüber, ob die Ernährung noch qualitativ hochwertig und gesund sein kann. 50,1 Prozent der Deutschen befürchtet mittlerweile, dass die Lebensmittelskandale nur die Spitze eines Eisberges seien. Diejenigen, die für die Ernährung der Familie verantwortlich sind, zeigen sich noch skeptischer: Bei 71 Prozent leidet das Vertrauen in die Lebensmittelbranche deutlich. So lautet das Ergebnis einer Studie zum Weltgesundheitstag.
41,6 Prozent der Befragten glauben hingegen, dass die Qualität der Nahrungsmittel in Deutschland gut sei und die Skandale lediglich Ausnahmefälle darstellten. Jedoch 15,3 Prozent halten Bio-Produkte mittlerweile für die gesündere Alternative und kaufen diese überwiegend oder sogar nur noch. Dabei gehen die Einstellung West- und Ostdeutscher auseinander: Während im Westen 18,2 Prozent überwiegend auf Bio-Produkte setzen, sind es im Osten nur 4,4 Prozent. Sowohl im Westen (25,8 Prozent) als auch im Osten (37,3 Prozent) misstrauen die Bundesbürger der Qualität von Bio-Produkten.
Insgesamt hat jeder fünfte Deutsche schon einmal sein Ess- und Einkaufsverhalten nach einem Lebensmittelskandal geändert. Von längerer Dauer waren die guten Vorsätze aber nur bei 11,4 Prozent der Befragten. Damit haben 80 Prozent ihr Ernährungsverhalten auch kurzfristig nicht angepasst haben, 90 Prozent langfristig nicht.
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