Deutsche haben 2010 weniger im Geldbeutel
15.12.2009 · Wirtschaft/ Wirtschaftsstimmung/ Politik · Kaufkraft der DeutschenDer Konjunktureinbruch erfasst jetzt auch den privaten Konsum. 2010 wird jeder Deutsche 42 Euro weniger im Geldbeutel haben. Insgesamt wird sich die Kaufkraft in der Bundesrepublik im kommenden Jahr auf rund 1550 Milliarden Euro belaufen.
Der Konjunktureinbruch erfasst jetzt auch den privaten Konsum. 2010 wird jeder Deutsche 42 Euro weniger im Geldbeutel haben. Insgesamt wird sich die Kaufkraft in der Bundesrepublik im kommenden Jahr auf rund 1550 Milliarden Euro belaufen. Das ermittelte GfK GeoMarketing für seine aktuelle Studie zur Kaufkraft, die seit 1937 von der Gesellschaft für Konsumforschung erhoben wird..
Die Deutschen haben damit 7,5 Milliarden Euro oder 0,5 Prozent weniger Kaufkraft zur Verfügung als im Jahr 2009. Zurückzuführen ist das auf sinkende Einkommen sowie einen Bevölkerungsrückgang. Einem weiteren Kaufkraftabfall steht aber eine voraussichlich niedrige Inflation entgegen.
Die drei Kreise Deutschlands mit der höchsten Kaufkraft sind wie 2009 der Hochtaunuskreis mit 27426 Euro pro Person, gefolgt vom Landkreis Starnberg (27095 Euro) und Landkreis München (26057 Euro). Neu unter den Top 25 Kreisen mit dem meisten verfügbaren Einkommen ist der Landkreis Erding in Bayern bei München.
Das Ost-West-Gefälle besteht bei der Kaufkraft nach wie vor. Der wohlhabenste ostdeutsche Kreis liegt in Brandenburg: Potsdam-Mittelmark ist auf Rang 190 mit einem verfügbaren Nettoeinkommen von 18594 Euro. Der nächste folgt dann erst 45 Plätze weiter, der Stadtkreis Potsdam (Brandenburg) auf Rang 235.
Ein Vergleich des Kaufkraftwachstums der Bundesländer ergibt ein anderes Bild. Hier schlägt der Osten den Westen klar. Unter den 25 Kreisen mit den höchsten positiven Veränderungen im Vergleich zum Vorjahr befinden sich 23 ostdeutsche und lediglich zwei westdeutsche Kreise.








