Deutschland bleibt Konjunkturmotor der Eurozone
05.08.2011 · Wirtschaft/ Wirtschaftsstimmung · Markt-StudieDie Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft PwC prognostiziert für 2011 ein Wirtschaftswachstum in Deutschland von 3,5 Prozent.
Die deutsche Wirtschaft bleibt auch zukünftig der Konjunkturmotor der Eurozone. Während für 2011 ein nominales Wachstum des Bruttoinlandsprodukts (BIP) in Deutschland von 3,5 Prozent erwartet wird, ist für die Eurozone insgesamt nur eine Steigerung um 2,0 Prozent wahrscheinlich. Auch im kommenden Jahr bleibt die Eurozone ein Wirtschaftsraum der zwei Geschwindigkeiten: Die deutsche Wirtschaft mit einem prognostizierten Plus von 2,2 Prozent steht deutlich besser da, als die der Währungsunion (plus 1,7 Prozent).
Deutlich ist der Bruch zwischen den exportorientierten Volkswirtschaften in Mittel- und Nordeuropa und den ohnehin strukturschwachen südeuropäischen Ländern, zu erkennen. So prognostizieren die PwC-Experten für Griechenland und Portugal einen Rückgang des BIP 2011 um 3,8 Prozent bzw. 2,1 Prozent. In Spanien und Italien wird das Wachstum im laufenden Jahr voraussichtlich weit unter dem Durchschnitt der Eurozone bleiben und auch 2012 nur knapp über der Marke von einem Prozent liegen.
Die größten Risiken für das Wirtschaftswachstum der Eurozone gehen weiterhin von der Schuldenproblematik sowie damit zusammenhängend der Zins- und Inflationsentwicklung aus. So werden Zins- und Preisniveau in der Eurozone weiter steigen. Für 2011 erwartet PwC eine Inflationsrate von 2,6 Prozent nach 1,6 Prozent im Vorjahr.








