Digital Teenies und Marken im Netz
30.07.2009 · Online/ Internet · Media-StudieDie Studie geht auf die Tätigkeiten Jugendlicher und Erwachsener im Netz ein und stellt dabei insbesondere die neuen Bedeutungen, die sich für Marken ergeben, heraus.
Sozialbeziehungen laufen gerade bei Jüngeren statt über E-Mails oder Telephonieren über soziale Netzwerke wie Twitter, Facebook oder StudiVZ. Diese fungieren als Adressbuch, halböffentliches Tagebuch und Fotoalbum und über sie laufen dieselben Tätigkeiten wie offline. Spaß, Zeitvertreib und Freunde bleiben wichtig. Ebenfalls nicht unbedeutend sind Zugehörigkeit, Beziehungen sowie Identität und Selbstdarstellung. Diese Erkenntnisse gewinnt eine aktuelle Studie von Musio Munzinger Sasserath zum Phänomen sozialer Netzwerke und der Rolle, die Marken dabei spielen.
Der Twitter-Hype, der vom ZDF Morgenmagazin über die Feuilletons bis hin zur Wirtschaftspresse mittlerweile omnipräsent ist, bleibt jedoch stark mediengetrieben und hat für Jugendliche meist wenig Relevanz. Oft kennen sie das Phänomen nur vom Hörensagen und somit bleibt das Twittern unter Erwachsenen, und da besonders unter der mit iPhone oder Blackberry ausgestatteten Informationselite. Christiane Wenhart, Geschäftsführerin und Mibegründerin von Musiol Munzinger Sasserath, erklärt dieses Uninteresse auf Seiten der Jugendlichen so, dass sie das nutzen, was ihnen nützt und was ihre Freunde nutzen.
Für Marken bedeutet dies, dass es noch wesentlich wichtiger ist als sonst, die Bedürfnisse und Insights genau zu kennen. Im Klartext heißt das, dass Marken Beziehungen eingehen und pflegen müssen, dass sie ein für den Kontext interessantes, nützliches und einzigartiges Angebot zusammenstellen müssen und dass sie dabei nicht im Widerspruch zur Offline-Marke stehen dürfen. Außerdem ist die Realität wesentlich komplexer als es häufig dargestellt wird, da es viele unterschiedliche Bedürfnisse und Nutzungsmotive gibt, die einem ständigen Wandel unterliegen. Ein dritter Punkt ist, dass Marken eine klare Strategie, tieferes Wissen und eine entsprechende Kultur brauchen. Denn hier kann zwischen keiner Reaktion und totale Ablehnung alles eintreffen.
Musiol Munzinger Sasserath, Berlin
Christiane WenhartTel.: +49 (0)30 / 779077789
c@musiolmunzingersasserath.com








