Elektroautos: gefragter, aber noch nicht genug nachgefragt
29.01.2012 · Automobil · Markt-StudieDas Experiment untersucht, wie die Deutschen auf Elektroautos reagieren und wie sich ihre Einstellung gegenüber Elektromobilität ändert, nachdem sie Testfahrten absolviert haben.
Erstaunlich viele Deutsche zeigen sich interessiert und offen gegenüber Elektroautos. Voraussetzung für eine mögliche Anschaffung bleibt aber, dass der Preis dafür nicht zu hoch ausfällt und dass Reichweitenprobleme, Ladeinfrastruktur und Ladedauer behoben oder verbessert werden. Damit Deutschland bei der Elektromobilität nicht das Nachsehen hat, wurde von der Bundesregierung beschlossen, Deutschland zum „Leitmarkt für Elektromobilität“ zu entwickeln. Bis zum Jahre 2020 sollen eine Million am Stromnetz aufladbare Elektrofahrzeuge und sogenannte Plug-in-Hybrid-Fahrzeuge auf deutschen Straßen fahren. Ein Praxis-Experiment am CAR Institut der Universität Duisburg-Essen zeigt, dass Elektroautos aktuell Chancen eingeräumt werden können.
38 Prozent der Testpersonen des CAR-Experiments hatten nach intensiven Testfahrten ihre Kaufabsicht für Elektrofahrzeuge bekundet. Für das rein batteriegetriebene Elektroauto (BEV) votierten 14 Prozent, für Range Extender-Fahrzeuge und Plug-In Hybride entschied sich ein Viertel der Versuchsteilnehmer. Nach absolvierter Testfahrt waren einige Probanden bereit, bei Preisnachlass Abstriche in Sachen Reichweite und Batteriegröße zu machen. Die Problematik „Ladeinfrastruktur“ wird offensichtlich zu negativ diskutiert, da zwei Drittel der Experimentteilnehmer über eine private Lademöglichkeit verfügen. Damit ist es möglich, Elektroautos im Markt anzubieten ohne zuvor eine flächendeckende Ladeinfrastruktur aufgebaut zu haben.
CAR Center Automotive Research, Universität Duisburg-Essen
Ferdinand DudenhöfferTel.: +49 (0)203/ 379 1111
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