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JIM-Studie 2011: Fernsehen geht im Online-Zeitalter nicht unter

JIM-Studie 2011: Fernsehen geht im Online-Zeitalter nicht unter

27.11.2011 · Mediennutzung übergreifend · Media-Studie
Medienpädagogischer Forschungsverbund Südwest (mpfs)
Medienpädagogischer Forschungsverbund Südwest (mpfs) und Südwestrundfunk

Seit 1998 untersucht die Studienreihe JIM (Jugend, Information, (Multi-) Media) das Medienverhalten der zwölf- bis 19-Jährigen in Deutschland.

Zwölf- bis 19-jährige Jugendliche verfolgen Nachrichten wie die „Tagesschau“, „RTL aktuell“ oder „Pro7 Newstime“ im Fernsehen. Knapp die Hälfte tut dies sogar regelmäßig über das klassische, stationäre TV-Gerät. Zwei Fünftel der Nachrichtenzuschauer nutzen zumindest selten ergänzend zur Sendung das Onlineangebot der Nachrichtensender. Diese Ergebnisse der JIM-Studie 2011 belegen, dass das Fernsehen trotz neuer Medien und veränderter Nutzungsmöglichkeiten nicht out ist.

 

Neben seiner Funktion als Informationsquelle dient der Fernseher auch zur Unterhaltung: Zwei Drittel der Mädchen und jeder vierte Junge zwischen zwölf und 19 Jahren kann eine Castingshow benennen, die er gerade besonders gerne anschaut. Am häufigsten wurden zum Zeitpunkt der Befragung „Deutschland sucht den Superstar“ und „Germany’s Next Topmodel“ genannt. Jedes fünfte Mädchen und jeder sechste Junge hat sich innerhalb der letzten zwölf Monate an einer solchen Sendung interaktiv beteiligt, allerdings bleibt es häufig bei einer einmaligen Teilnahme.

 

Trotz der großen Auswahl an Medienangeboten und der Präferenz für elektronische Medien wissen Jugendliche traditionelle Printmedien zu schätzen: 44 Prozent der Jugendlichen lesen regelmäßig Bücher und 42 Prozent Tageszeitungen. Auf die Frage, welchem Medium sie bei widersprüchlicher Berichterstattung am ehesten glauben würden, schenken Jugendliche zu 40 Prozent der Tageszeitung das größte Vertrauen. 29 Prozent entscheiden sich für das Fernsehen und 16 Prozent für das Radio. Trotz seiner großen Alltagsrelevanz vertrauen Jugendliche dem Internet am wenigsten.

Zur Studie

kostenfreier Download unter oben genanntem Link

Medienpädagogischer Forschungsverbund Südwest (mpfs), Stuttgart

Thomas Rathgeb
Tel.: +49 (0)711/ 669 9152
t.rathgeb@lfk.de
 
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