Medien-Trendmonitor 2010: So nutzen Journalisten das Social Web
22.06.2010 · Online/ Social Web · Media-StudieFür den Medien-Trendmonitor 2010 gaben rund 2.700 Redakteure und freie Jounalisten Auskunft über die Rolle von Social Media für ihre Arbeit, ihre Meinung über Paid Content und die größten Herausforderungen der Medienmacher.
Bei 55 Prozent der Journalisten spielt Social Media eine große Rolle bei ihrer redaktionellen Arbeit. Bei den Journalisten aus den Bereichen Online und Multimedia stimmen dem sogar mehr als 70 Prozent zu und auch der journalistische Nachwuchs ist dieser Meinung (73 Prozent der befragten Volontäre). YouTube stellt dabei mit 38 Prozent, knapp vor Xing und Facebook mit jeweils 37 Prozent, die wichtigste Plattform dar. Twitter wird im Durchschnitt von knapp 30 Prozent genutzt.
Paid Content Modelle halten nur die wenigsten Journalisten für realisierbar. Die meisten sehen die Chancen der Modelle, wirtschaftlich erfolgreich zu sein, nur als mittelmäßig (46 Prozent) an. Als Grund wird vor allem die weitverbreitete Umsonst-Mentalität (81Prozent) genannt, aber auch die Gefahr, dass die Leser zu Gratis-Anbietern wechseln werden (63 Prozent).
Die größte Herausforderung für den etablierten Journalismus sehen die Befragten in der Abkehr junger Menschen vom Qualitätsjournalismus (40 Prozent). Vor allem die Journalisten mit mehr als 20 Jahren Berufserfahrung machen sich darüber Sorgen (49 Prozent). Bei den Berufseinsteigern sind es 20 Prozent weniger. Für die Medienbereiche Online- und Multimedia sowie die Nachrichtenagenturen, steht jedoch die Etablierung profitabler Erlösmodelle im Internet an erster Stelle.
Zu diesen Ergebnissen kommt der „Medien-Trendmonitor 2010- Journalismus in einem neuen Informationszeitalter“. Die komplette Untersuchung finden Sie hier.








