Nutzer halten Internet-Sperren für unwirksam
17.02.2010 · Online/ Internet · Media-StudieDie Umfrage zeigt die Einstellungen deutscher Internetnutzer gegenüber dem Zugangserschwerungsgesetz.
Mit Hilfe des Zugangserschwerungsgesetzes will die Bundesregierung den Zugang zu Internetseiten mit kinderpornographischen Inhalten erschweren. Nun sollen solche Websites nicht länger verfolgt werden, sondern das neue Konzept sieht vor, die entsprechenden Inhalte sofort zu löschen. Diese Idee halten die deutschen Internetnutzer laut einer Umfrage der Fittkau & Maaß Consulting GmbH für sinnvoll. Knapp 95 Prozent der Befragten stimmen der Aussage „Löschung der Seiten und strafrechtliche Verfolgung wäre sinnvoll“ zu.
Über 80 Prozent der Befragten meinen, Sperren könnten viel zu leicht umgangen werden und mehr als drei Viertel der deutschen Onliner bewerten das Zugangserschwerungsgesetz lediglich als einen ersten Schritt. Allerdings halten nur 57,32 Prozent das Gesetz für ein gutes und wirksames Mittel, um den Zugang zu kinderpornographischen Inhalten zu erschweren oder zu unterbinden. 30,5 Prozent der Befragten geben an, dass sie die Informations- und Meinungsfreiheit aufgrund dieses Gesetzes eingeschränkt sehen, 55,7 Prozent widersprechen dieser Aussage.
Fittkau & Maaß Consulting GmbH, Hamburg
Susanne FittkauTel.: +49 (0)40/ 30100 770
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