OC&C: Junge Zuschauer setzen klassische TV-Anbieter unter Druck
29.06.2010 · Mediennutzung übergreifend · Media-StudieDie Studie analysiert die unterschiedlichen Content- und Hardware-Angebote, mit denen etablierte und neue Akteure in den Fernseh-Markt drängen.
Aufgrund zahlreicher Internet-Angebote, leistungsstarker Speichermedien und neuen Software-Angeboten ist der Bewegtbild-Konsum zwar gewachsen, aber klassische Fernsehanbieter können von dieser Entwicklung nicht profitieren. Immer mehr Zuschauer rufen bewegte Bilder über das Internet, mobile Endgeräte sowie Festplatten- bzw. DVD-Rekorder, unabhängig von Ort und Zeit, ab und die TV-Anbieter verlieren sowohl Marktanteile als auch Reichweite. Vor allem junge Zuschauer rufen bewegte Bilder im Netz ab: 90 Prozent der 14- bis 49-Jährigen nutzen die Angebote von YouTube, MyVideo oder Clipfish. Außerdem werden Vollformaten von TV-Sendern wie das „Heute Journal“ oder „Germany`s Next Topmodel“ online angeschaut. Zu diesen Ergebnissen kommt eine aktuelle Studie von OC&C Strategy Consultants.
Neue Wettbewerber aus unterschiedlichen Sektoren treten in den Markt ein: Klassische Telekommunikationsunternehmen drängen mit IPTV in die Branche, IT-Player stellen mit einfacher Nutzerführung Hardware und Anwenderschnittstellen in den Mittelpunkt, die Anbieter der Unterhaltungselektronik versuchen Kunden zu gewinnen, indem sie das User Interface optimieren sowie schnell und einfach Zugang zum Internet ermöglichen. Hinzu kommen noch neue Marktteilnehmer mit neuartigen Geschäftsideen.
Im März 2010 haben insgesamt 34 Millionen Unique User in Deutschland Videoportale besucht. Zwar liegt die tägliche Nutzungsdauer von TV bei der Gesamtbevölkerung mit 159 Minuten pro Person noch deutlich über der Internetnutzung, die derzeit 93 Minuten am Tag beträgt, aber bei einer Betrachtung der jungen Zielgruppe kann festgestellt werden: das Internet hat das Fernsehen bereits als das meistgenutzte Medium abgelöst.









