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Ostdeutsche 20 Jahre nach der Wende: stark, krisenfest und unterschätzt

Ostdeutsche 20 Jahre nach der Wende: stark, krisenfest und unterschätzt

09.11.2009 · Zielgruppen-Studie · Ostdeutsche 20 Jahre nach der Wende
SUPERillu Verlag GmbH & Co KG, Berlin
rheingold GmbH & Co KG, Köln

Wie „tickt“ der Osten heute? Was eint und unterscheidet Ostler und Westler? 20 Jahre nach der Wende existieren im öffentlichen Diskurs immer noch widersprüchliche Klischees vom Osten. Das Rheingold Institut untersucht psychologisch die Lebenswirklichkeit und seelische Lage in den Neuen Bundesländern.

20 Jahren nach der Wiedervereinigung stehen in den Köpfen der Deutschen immer noch die letzten mentalen Trümmer der Mauer. Viele Westdeutsche fühlen sich ihren östlichen Landsleuten überlegen, dabei können sie in vielen Bereichen und gerade in Krisenzeiten viel vom Osten lernen. Denn die Ostdeutschen haben es geschafft, gravierenden gesellschaftlichen und privaten Umbrüchen zu trotzen und ein eigenes und neues Selbstbewusstsein zu entwickeln. Dank ihrer Erfahrungen kommen sie deshalb in Krisenzeiten besser zurecht.

Das Rheingold Institut analysierte im Auftrag von "SuperIllu" die psychologische Haltung von 80 Bürgern aus der ehemaligen DDR 20 Jahre nach der Wende. Dabei zeigten sich die „Ossis“ als besonders krisenresistent, durch ihre Erfahrungen bereits an drastische, wirtschaftliche Schwankungen gewöhnt. Sie können mit schwierigen ökonomischen Situationen besser umgehen als Westdeutsche, begegnen der aktuellen Lage mit pragmatischem Realismus, kombiniert mit gesundem Misstrauen und Improvisationstalent.
Schon in der Mangelwirtschaft der DDR lernten sie Genügsamkeit und die Kunst der Beschränkung auf das Wesentliche. Man verzichtet auf Luxus, kauft das Obst preiswert auf dem Markt und kocht oder bäckt selber. Wichtig ist nicht die Frage nach der Selbstverwirklichung, sondern nach der Notwendigkeit. Außerdem ist Nachbarschaftshilfe und gegenseitige Unterstützung nach wie vor weit verbreitet.
Obwohl die Menschen im Osten durchaus stolz darauf sind, die Krisen der letzten 20 Jahre produktiv bewältigt zu haben, leiden sie unter der fehlenden Anerkennung. Oft haben sie das Gefühl, dass ihre seelischen Leistungen vom Westen weder wahrgenommen, noch wertgeschätzt werden. Ihre Wut darüber zeigen sie jedoch selten offen. Die Mehrheit der Ostdeutschen meutert eher still. Und wehrt sich mit Humor, Ironie und Diplomatie.

Download der Zusammenfassung.

kostenfrei

Rheingold GmbH & Co KG, Köln

Rainer Pfuhler
0221/ 912 777-38
pfuhler@rheingold-online.de
 
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